Spenneweih lockte viele hundert Besucher in die Uslarer Innenstadt

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Startschuss für den Staffellauf : Jeweils zwölf Grundschüler traten für die Alstadt- und die Neustadtmannschaft an. Das Team der Neustadt (links) gewann erneut.

Uslar. Die Spenneweih in Uslar ist ein Publikumsmagnet: Mehrere hundert Besucher kamen am Sonntag zu der Brauchtumsveranstaltung, die an zwei Armenstiftungen aus dem Mittelalter erinnert. Höhepunkte sind ein Staffellauf der Kinder und die Ausgabe der Spennewecken.

Beim Staffellauf traten Kinder aus allen vier Grundschulen im Uslarer Stadtgebiet an und bildeten eine Altstadt- und eine Neustadtmannschaft, die an die frühere Konkurrenz bei der Spenneweih im Kampf um die Rathaus-Kleppe erinnern. Früher ging es dort hoch her, heute bleibt alles sportlich fair.

Bei der Moderation des Wettkampfs sprang Eckhard Brömsen für den erkrankten Peter Alder ein und forderte das Publikum mit Erfolg auf, die Läufer anzufeuern. Die Mannschaft der Neustadt verteidigte dabei ihren Vorjahressieg. Schlussläuferin Johanna schlug mit großem Vorsprung mit der Hand auf die Kleppe. Es gab diesmal auch zwei Stürze mit der Folge, dass ein Mädchen zum Nähen ins Krankenhaus gebracht wurde.

Neustadt gewinnt beim Spenneweih-Wettlauf in Uslar

Sieger-Wimpel am Rathaus

Kurz nachdem der Neustadt-Wimpel an der Rathaus-Front als Zeichen des Sieges gehisst war, öffneten die Stadtväter die Rathaus-Tür und die Menschen strömten in Massen durch die Rathaus-Halle, wo Ortsratsmitglieder und Vertreter der Wirtschaftsvereinigung Region Uslar in Mittelalter-Kostümen die beliebten Spennewecken verteilten. 1500 der süßlichen Brote waren gebacken worden.

Danach verteilten sich die Besucher in der Innenstadt, in der die Kaufmannschaft zum verkaufsoffenen Sonntag mit Mitmachaktionen für Kinder und Rahmenprogramm einlud. Unter anderem zeigten die Turn-Kids des SC Schoningen ihr Können und bekamen viel Applaus. Und das Familienzentrum öffnete ihr Sonntagskaffee vor der Kreissparkasse.

Eröffnet wurde die Spenneweih mit dem traditionellen Ratsherren-Frühstück, bei dem sich Ortsbürgermeister Arno Riedke über 60 Besucher aus den Reihen von Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden freute.

Herolde marschieren ein

Vor dem Frühstück gab Riedke die Spenneweih-Kolumne von Steffi Werner zum besten und stimmte das Bürgerlied an. Für einen gelungenen Auftakt in der Innenstadt sorgte einmal mehr der Vernawahlshäuser Fanfarenzug Herolde, der über die Lange Straße musizierend in die Stadt einmarschierte.

Bei der ökumenischen Andacht sagte Pastorin Astrid Jasper, dass der Geist der Gründer der Spenneweih weiter bestehe und sich aktuell durch ein großes Engagement vieler Uslarer in der Flüchtlingshilfe ausdrücke. Das mittelalterliche Bild komplettierten neben den verkleideten Lokalpolitikern und Kaufleuten die Groner Kriegsknappen in alten Gewändern. Im Einsatz war wieder die Jugendfeuerwehr, die beim Staffellauf die Wettkampfbahn abtrassierte.

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