Brauchtumsveranstaltung

Spenneweih-Sonntag mit Staffellauf in Uslar: Alle wollten Spennewecken

Uslar. Beim traditionellen Staffellauf am Spenneweih-Sonntag hat die Mannschaft der Altstadt die begehrten Weißbrote vor der Mannschaft aus den Dörfern erreicht.

Vor dem Uslarer Rathaus wehte am Spenneweih-Sonntag ein eisiger Wind. Doch davon ließen sich die Besucher nicht abschrecken. Pünktlich zum Start des Staffellaufs der Grundschüler aus Uslar (Altstadt) gegen Mädchen und Jungen aus den Dörfern (Neustadt) säumten hunderte Zuschauer die Lange Straße.

Je zwölf Kinder rannten für Alt- beziehungsweise Neustadt um den ersten Platz an der Rathaus-Kleppe. Zuvor hatte Pastor Burkhard Stimpel in der Andacht daran erinnert, dass es in den 1950er-Jahren im Wettstreit um die ersten Spennewecken noch wilde Raufereien gegeben habe.

Die süßlichen Weißbrote sind auch heute noch bei den Kindern begehrt. Der von Peter Alder organisierte Staffellauf verlief dagegen sportlich fair, auch wenn beide Teams ehrgeizig kämpften. Am Ende erreichte der Läufer des Altstadt-Teams als erster die Rathaustür. Im warmen Saal bekamen zunächst die Läufer ihre Spennewecken, bevor das Publikum herandrängte. 1500 Brote lagen in großen Körben bereit und wurden von Mitgliedern des Uslarer Ortsrates und der Wirtschaftsvereinigung Region Uslar verteilt.

Nachdem es vor einigen Jahren einmal nicht genug Spennewecken für alle Kinder gab, habe man mehr backen lassen, berichtete Ortsbürgermeister Arno Riedke. Einige blieben am Sonntag übrig. Sie sollen am Montag in den Kindergärten verteilt werden.

Mit Spennewecken in der Hand strömten die Kinder weiter in die Geschäfte, die sich am verkaufsoffenen Sonntag beteiligten. An 13 Stationen konnten sie Stempel für eine Gewinnaktion sammeln. Nebenbei wurde viel gebastelt. So entstanden beispielsweise Hasen am Stiel und Lesezeichen aus Perlen. Zum Abschluss gab es noch ein Konzert mit dem Chor der Rehbachschule Volpriehausen.

Rubriklistenbild: © Foto: Schmidt-Hagemeyer

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