Ortsrat beantragt mehr Geld

Höhere Kosten: Uslarer Traditionsveranstaltung Spenneweih fährt Minus ein

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Das Uslarer Spenneweih hat ein Minus eingefahren.

Uslar. Die Uslarer Brauchtumsveranstaltung Spenneweih hat ein Minus eingefahren. Grund dafür sind die allgemeinen Kostensteigerungen, die auch an der Veranstaltung nicht vorbei gehen, sagt der Ortsrat.

Die Spenneweih ist ein besonderes Brauchtum, das für Uslar große Bedeutung hat. Es basiert auf zwei Stiftungen aus dem Mittelalter zugunsten armer Leute. Daraus hat sich in der Neuzeit eine Brauchtumsveranstaltung entwickelt, die mit einem verkaufsoffenen Sonntag verbunden ist und den Uslarern Jahr für Jahr eine gut besuchte Innenstadt beschert.

Auch in diesem Jahr war die Spenneweih wieder ein voller Erfolg, sagte Uslars Ortsbürgermeister Arno Riedke vom verantwortlichen Ortsrat während der jüngsten Sitzung. Er musste aber auch mitteilen, dass ein Minus von 400 Euro unterm Strich der Spenneweih 2018 steht. Das sei durch Reserven abgefangen worden. Doch damit sei das Geld nun ausgegangen.

Bei der Suche nach der Ursache ist klar geworden: Man habe seitens der Organisation mit Ortsrat und Wirtschaftsvereinigung Region Uslar nichts falsch gemacht und dennoch den Grund gefunden: Es ist die allgemeine Kostensteigerung, sagte Riedke.

Der Ortsrat will daher künftig mehr Geld statt der bisherigen 1900 Euro bei der Stadt Uslar beantragen. Zudem will sich der Ortsrat nach Angaben von Riedke auf die Suche nach Fördermöglichkeiten und Sponsoren begeben. So soll Geld bei der Kulturstiftung des Landkreises Northeim beantragt werden. Bernd Franke von der Unabhängigen Wählergemeinschaft sagte, dass die Spenneweih der Stadt etwas wert sein müsste.

Kleiderkammer gesucht

Der Ortsrat votierte einmütig dafür, mehr Geld für die Spenneweih zu beantragen. Im Zusammenhang mit der Spenneweih berichtete der Uslarer Ortsbürgermeister darüber, dass Volpriehausen seine Kleiderkammer von der 750-Jahr-Feier von 1992 auflöse, aus der sich der Ortsrat bei der Spenneweih an historischen Kostümen zuletzt immer bedient hat. Es wäre eine Übernahme möglich, hieß es. Voraussetzung wäre aber vor allem, dass der Ortsrat dafür einen Raum bekomme. Den will der Uslarer Ortsbürgermeister jetzt suchen.

Etat für 2019

Das Ortsratsgeld für 2019 sollte nach Auffassung des Ortsrates im Bereich der Straßenunterhaltung erhöht werden. Grund sei der große Sanierungsbedarf. Zuletzt gab es für die Kernstadt 1600 Euro Repräsentationsgeld, 31 700 Euro für die Unterhaltung von Straßen und Wegen, 400 Euro für die Grünflächen und 2200 Euro für die Wirtschaftswege. Die Erhöhung für die Straßenunterhaltung soll mit der Stadtverwaltung abgestimmt werden.

Abbau von Telefonzellen

Die Telekom hat mitgeteilt, dass sie einige von ihren öffentlichen Telefonstandorten aufgeben möchte, weil sie nur sehr wenig genutzt würden. Der Ortsrat stimmte dafür, den Apparat am Neustädter Platz zu erhalten, weil es sich um einen Busbahnhof handele.

Der Standort Graftstraße wäre verzichtbar, hieß es. Die beiden Standorte an der Langen Straße müssten nach Angaben von Arno Riedke, der sich auf die Telekom berief, aus technischen Gründen bestehen bleiben.

Klagen aus dem Ortsrat

Außerdem klagten aus dem Ortsrat

  • Kristina Bäthe einmal mehr über fehlende Anwohner-Parkplätze in der Innenstadt,
  • Heinrich Sielhorst über zu schnelle Autos auf der Bahnhofstraße, wenn die Postberg-ampel abgeschaltet ist,
  • Artur Görder über viel zu schnelles Fahren in der Innenstadt. Er forderte Tempo-Kontrollen.

Beschwerden der Bürger

Arno Riedke berichtete über Beschwerden von Anwohnern aus der Eschershäuser Straße über zu schnelles Fahren und von Anwohnern über den Zustand des Stichwegs Im Gälgenfelde, der von der Rosenstraße hinter der Brauerei Bergbräu abgeht. 

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