Automobilgruppe Siebrecht

Uslarer Autohaus schafft Spezial-Abschlepper für E-Autos an

Tim Husemann gehört zu den Fahrern des neuen Abschleppfahrzeuges, das speziell fürs Abschleppen von Hybrid- und Elektroautos 
 vom Autohaus Siebrecht angeschafft wurde.
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Steuerung per Fernbedienung: Tim Husemann gehört zu den Fahrern des neuen Abschleppfahrzeuges, das speziell fürs Abschleppen von Hybrid- und Elektroautos angeschafft wurde.

Speziell fürs Abschleppen von Allrad- sowie Hybrid- und Elektrofahrzeugen hat die Uslarer Automobilgruppe Siebrecht ein neues Abschleppfahrzeug gekauft.

Uslar - Das Spezialfahrzeug wurde teils sogar nach den Wünschen des Unternehmens ausgestattet, sagt Maik Weichmann als verantwortlicher Mitarbeiter für die Abschlepp-Flotte. Gekostet hat das Fahrzeug 98 900 Euro, so Weichmann. Die Firma TBZ (Bretten/bei Stuttgart) hat das Abschlepp- auto auf Basis eines Opel Movanos gebaut.

Mit Haken: Die 30 Meter lange Seilwinde.

170 PS leistet der Motor des bei Heckantrieb mit Zwillingsreifen auf der hinteren Achse ausgestatteten Fahrzeugs, schwärmt Weichmann. Die Spezialausstattung ist nötig, weil es für Hybrid- und E-Autos nötig ist, dass alle Räder angehoben sind. Bei herkömmlichen Abschleppfahrzeugen ist lediglich die Antriebsachse aufgebockt, während die Räder der Hinterachse auf der Straße mitlaufen.

Bei E-Autos geht das nicht, weil sich die Akkus sonst aufladen würden, das Fahrzeug „auf Spannung“ stehe und so die Gefahr eines Stromschlages bestehe, beschreibt Weichmann die Vorschriften. Er und seine Mechaniker-Kollegen Tim Husemann und Stefan Hengst kümmern sich um die Einsatzbereitschaft der Abschleppstaffel „rund um die Uhr“ bei Siebrecht für Kundenfahrzeuge und als Mobilitätspartner des ADAC.

Per Hebel: Die Hinterachse des „Liegenbleibers“ wird per Muskelkraft und Hebelwirkung angehoben.

Mit dem neuen Fahrzeug können nicht nur „Liegenbleiber“ abgeschleppt werden, sondern auch Unfallautos bis hin zum Kleintransporter und sogar schwere Motorräder. Zur Zusatzausstattung gehört auch eine 30 Meter lange und leistungsstarke Seilwinde, die etwa beim Bergen von Unfallfahrzeugen nötig sein kann. Und zur Zusatzausstattung gehören auch vier Trolleyräder, auf denen die Hinterachse aufgebockt wird. Dafür müssen die Abschlepp-Experten eine Art Achse unter das Auto legen, an die dann die parallel hintereinanderlaufenden Räder angebracht und per Hebelwirkung angehoben werden. Erst wenn alle vier Räder aufgebockt sind, dürfen Weichmann und seine Kollegen losfahren. Maximal 50 Stundenkilometer seien fürs Abschleppen erlaubt.

Angehoben und gesichert: Maik Weichmann demonstriert das Aufladen eines Fahrzeuges. Die Experten nennen die Auflage- und Hubvorrichtung „Spiegel“.

Mit dem Spezialauto und weiteren Abschleppfahrzeugen in der Flotte sei das insgesamt achtköpfige Siebrecht-Team jetzt äußerst mobil. Die Neuanschaffung habe im Vergleich zu den anderen Fahrzeugen schlanke Abmessungen und passt auf enge Hofeinfahrten ebenso wie durch schmale Gassen in den Orten im Zuständigkeitsbereich. Unterwegs sind die Siebrecht-Abschlepper auf den Straßen zwischen Göttingen, Hofgeismar, Höxter, Holzminden, Einbeck und Northeim.

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