Neujahrsempfang: Bürgermeister lobt Engagement und sichert Dörfern Unterstützung zu

Neujahrsempfang in Uslar: Stadt kämpft um jeden Ort

Sportlicher Auftakt: Sportlich begrüßte die TSG Uslar als Gastgeber die Besucher des Neujahrsempfangs. Mit Applaus empfing das Publikum die Gruppe „Drumming Fitness“. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Uslar. Mit einem Dank an alle Uslarer, die sich 2015 für die Stadt und ihre Einwohner engagiert haben, eröffnete Bürgermeister Torsten Bauer am Samstag den Neujahrsempfang in der TSG-Halle, um gleich einen Appell anzuschließen. Bei Diskussionen über Politikverdrossenheit sollte nicht vergessen werden, dass „Politik in vielen Bereichen das Leben vor Ort bestimmt – auch hier in Uslar“.

Gerade in kleinen Gemeinwesen sei es wichtig, sich für ein Miteinander einzusetzen, so Bauer und rief die Bürger dazu auf, sich an den kommenden Landrats- und Kommunalwahlen zu beteiligen beziehungsweise sich als Kandidaten aufstellen zu lassen.

Nicht zuletzt den Einwohnern der Dörfer sicherte Bauer zu, die Stadt Uslar werde sich für den Erhalt jeder Ortschaft einsetzen. Hintergrund: Ein Entwurf zum neuen Landesraumordnungsprogramm sah vor, die Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen auf zentrale Orte zu beschränken.

Haushalt ist genehmigt

Positiv beurteilte der Rathauschef die Entwicklung der lange angespannten finanziellen Lage. Der städtische Haushalt für 2016 sei bereits vom Landkreis genehmigt, gab Bauer bekannt und wies darauf hin, dass die Stadt seit 2014 keine Liquiditätskredite mehr hat und das Ziel, 100 000 Euro Überschuss zu erwirtschaften, sogar übertroffen werde. „Nun heißt es, auf diesem Konsolidierungsweg weiterzugehen“.

Über erfreuliche Zahlen wusste Bauer in seiner Funktion als Standesbeamter zu berichten. Im Jahr 2015 gab es fast doppelt so viele Trauungen wie ein Jahr zuvor und die Zahl der Geburten ist mit derzeit 100 stabil.

In Sachen Jugendherberge, deren Verkaufpreis zuletzt für Kritik gesorgt hatte, verteidigte Bauer den Ratsbeschluss und sprach von einem großen Gewinn für das gesamte Stadtgebiet. Es gebe Immobilien, die in ähnlicher Situation nur für einen symbolischen Euro übergeben worden seien. Drei Jahre habe das vollständig ausgeräumte und von Vandalismusspuren gezeichnete Gebäude leer gestanden, argumentierte Bauer. Dass das Haus wieder als Herbergsbetrieb genutzt werden soll, komme der heimischen Wirtschaft, dem Solling-Stadion, dem Schmetterlingspark und dem Badeland zugute.

Zum Thema Energiewende sagte der Bürgermeister mit Blick auf die Windkraftprojekte bei Verliehausen und Fürstenhagen, man wisse auch in Uslar nur zu gut, dass „die damit verbundene Diskussion um Windräder schwere Kost ist“. Rat und Verwaltung seien nach wie vor bestrebt, die Verfahren transparent und unter Bürgerbeteiligung zu vollziehen.

Wichtiges Verkehrsprojekt

Als eine der wichtigsten Infrastrukturentscheidungen für die Stadt, die aber weitergehen müsse, bezeichnete der Bürgermeister den Weiterbau der Bundesstraße 241. Ab 2016 stellt der Bund für den Abschnitt Volpriehausen bis Bollensen 32 Millionen Euro bereit. (shx)

Neujahrsempfang in Uslar: Anstoßen auf 2016

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