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Stadt Uslar soll nachhaken wegen Kornhaus und früherem Krankenhaus

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Von: Frank Schneider

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Freie Sicht aufs ehemalige Uslarer Krankenhaus: Der Grünbewuchs ist rechtzeitig und komplett entfernt worden.
Freie Sicht aufs ehemalige Uslarer Krankenhaus: Der Grünbewuchs ist rechtzeitig und komplett entfernt worden. © Frank Schneider

Das ehemalige Krankenhaus in Uslar und das Kornhaus in Allershausen – beides Leerstandsobjekte – beschäftigte die Lokalpolitik. Und vorm Krankenhaus ist gut sichtbar umfangreicher Grünschnitt vorgenommen worden.

Uslar - Im Uslarer Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungsausschuss standen zu beiden Objekten Anträge der Bunten Ratsgruppe Uslar (Bündnis 90(Die Grünen und Die Linke) auf der Tagesordnung: Bürgermeister und Ratsvertreter sollen Gespräche mit den Eigentümern führen, um zu erfahren, wie die weitere Nutzung aussieht und welche Möglichkeiten zum Ankauf bestehen.

Die anderen Fraktionen schränkten die Anträge aber so ein, dass Verkaufsgespräche herausgenommen wurden. Konkret lautet die Ausschuss-Empfehlung, mit der VR-Bank Gespräche über die künftige Nutzung des Kornhauses zu führen, ebenso mit den Eigentümern der Fläche zwischen Ladestraße und Bahngleisen, aber auch hier ohne Verkaufsgespräche. Ganz abgelehnt wurde der Punkt des Antrags, Kornhaus- und Ladestraße/Bahngleis-Fläche als Gewerbegebiet für Uslar zu erschließen.

Zum Krankenhaus hieß es, dass die Stadt im Laufe des Jahres mit einem Bauantrag rechne, berichtete Uslars Baumanagementsleiter Volker Mäder. Die Chance auf einen Kauf, wie ihn die Bunte Ratsgruppe beantragt, stünde schlecht. Mäder sagte, der Besitzer habe Pläne, er könne aber keine Details nennen. Hintergrund: Das ehemalige Krankenhaus ist im Sommer 2020 bei einer Zwangsversteigerung von der Firma Hoko Verwaltungs-GmbH (Soest) erworben worden. Eine von der HNA erbetene Stellungnahme der Firma ist bisher unbeantwortet.

Bei der Abstimmung im Wirtschaftsausschuss befürwortete die Mehrheit außer der Bunten Ratsgruppe, nur Gespräche mit den Eigentümern über die künftige Nutzung zu führen, nicht aber über einen Kauf.

Marlene Staab (Grüne) hatte den Antrag der Bunten Gruppe damit begründet, dass das ehemalige Krankenhaus ein zentrales Gebäude sei und der Stadt viel Platz biete unter anderem im Zusammenhang mit der Suche nach Räumen für die Sozialstation, für das Stadtarchiv und für Übergangsplätze für Kindertagesstätten.

Staab hatte den Antrag zum Kornhaus damit begründet, mit dem Objekt ein nachhaltiges Gewerbegebiet bekommen zu können und dafür kein Ackerland aufgeben zu müssen. Zudem bestünde für das Gelände zwischen Ladestraße und Bahngleisen eine alternative Nutzung für Fotovoltaikanlagen. (fsd)

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