Stadt Uslar bereitet Öffnung der Fußgängerzone für Anfang Oktober vor

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Vorbereitung: Andreas Stolze (links) und Matthias Symnick vom städtischen Bauhof installierten diese Woche die Markierungen für die Kurzzeitparkplätze, die nach Öffnung der Fußgängerzone angeboten werden.

Uslar. Die Fußgängerzone in Uslar wird voraussichtlich Anfang Oktober für den Fahrzeugverkehr geöffnet. Das haben Uslars Bürgermeister Torsten Bauer und Matthias Riemer von der Wirtschaftsvereinigung Region Uslar im Namen des Arbeitskreises Innenstadt am Freitag auf Anfrage der HNA verkündet.

In der Bevölkerung hatte sich vor allem in den vergangenen Tagen Unsicherheit breit gemacht. Viele Einwohner fragten sich, als Mitarbeiter des Bauhofes die Markierungen für die Kurzzeitparkplätze anbrachten, ob die Fußgängerzone nicht schon für den Fahrzeugverkehr zugelassen sei. Doch das trifft nicht zu.

Bauer und Riemer betonten am Freitag, dass es grundsätzlich nicht nur um die reine Öffnung gehe, sondern vor allem um die Ausgestaltung der Langen Straße. Und dafür sind unter anderem die Parkplatzflächen einzurichten, darüber hinaus weitere Maßnahmen geplant, wie Stelen, die neben den Blumenkübel eingesetzt werden sollen für die Fahrbahnverschwenkungen.

Baustelle vor der KSN

Außerdem wird es wohl noch eine größere Baustelle in der Fußgängerzone geben, bevor der Verkehr wieder über die Lange Straße rollt. Auf der Fahrbahn vor der Kreis-Sparkasse und der HNA-Geschäftsstelle befindet sich eine Absenkung. Bei Regen steht dort immer eine riesige Pfütze. Die Senke soll beseitigt werden. Über den Umfang und die Kosten machte Bauer am Freitag aber noch keine Angaben.

Sicher sei nur, dass dieser Mangel vorher behoben werden müssen, heißt es aus dem Arbeitskreis. Bauer und Riemer machten mehrfach deutlich, dass es um die Entwicklung der Langen Straße gehe, und der Ideenkatalog, der im Arbeitskreis aufgestellt worden ist, nach und nach umgesetzt werde. Bürgermeister Bauer sprach von einem dynamischen Prozess.

Bezüglich der behördlichen Formalitäten hat die Stadt ihre Hausaufgaben bereits gemacht: Die Widmung der Fußgängerzone für den Straßenverkehr liegt vor, sagte der Bürgermeister. Diese Formalität sei ohne Probleme möglich gewesen. (fsd) Archivfoto: Schneider

Parkplätze, Stelen und Zäune

Zur Ausgestaltung der Langen Straße für die Öffnung für den Fahrzeugverkehr gehören neben der Einrichtung von Kurzzeitparkplätzen die Festlegung des Fahrbahnbereiches. Es soll Verschwenkungen geben, ähnlich einem Zick-Zack-Kurs.

Die Strecke wird durch die bereits vorhandenen Blumenkübel und durch Stelen begrenzt und markiert werden. Der Arbeitskreis hat sich für Stelen entschieden mit Motiven aus dem Uslarer Land. Derzeit wird eine Stele als Pilotprojekt vorbereitet. Dargestellt werden darauf die Stadt Uslar und ihre 19 Ortsteile.

Die Gastronomie wird ihre Außenbereiche durch Abtrennungen eingrenzen. Das geschieht in Form von kleinen Zäunen oder ähnlichen Markierungen und ist auch vorgeschrieben. An Kurzzeitparkplätzen entstehen zwölf Stück, ein Schwerbehinderten-Parkplatz und zwei Motorradparkplätze in der Nähe der Eisdiele. Außerdem werden in unmittelbarer Nähe an der Kurzen Straße vor den Geschäften Bäckerei Huhle und Fleischerei Wunderlich noch drei zusätzliche Parkplätze eingerichtet.

Die Lange Straße wird nach der Öffnung für den Fahrzeugverkehr ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich, in dem für den Fahrzeugverkehr Tempo 10 als Obergrenze gilt. Der Verkehr führt in Einbahnrichtung vom Abzweig Forstgasse aufs Rathaus zu. Der Radfahrverkehr ist in beide Richtungen möglich. Grundsätzlich haben trotz Fahrzeugverkehrs Fußgänger Vorrang, hieß es mit Verweis auf die Straßenverkehrsordnung.

Matthias Riemer sagte für den Arbeitskreis Innenstadt, dass dort seit der Entscheidung im Stadtrat, die Fußgängerzone zu öffnen, intensive Gespräche mit Anwohnern, Geschäftsleuten und Gastronomen geführt wurden, um alles abzustimmen. Darüber hinaus lobte Riemer die Mitglieder des Arbeitskreises (vertreten sind die Wirtschaftsvereinigung Region Uslar, die Verwaltung und die Politik) für „extrem offene und konstruktive Mitarbeit“. (fsd)

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