Stadt Uslar lehnt das zweite Windrad auf dem Lichtenberg ab

Uslar. Jetzt ist es amtlich: Die Stadt Uslar lehnt den Bau einer zweiten Windkraftanlage am Lichtenberg im Ländergrenzgebiet zwischen Verliehausen, Ahlbershausen und Arenborn ab.

Das hat der Verwaltungsausschuss (VA) am Donnerstag beschlossen, berichtete Bürgermeister Torsten Bauer nach der Sitzung.

Die Stellungnahme aus Uslar sollte dem Landkreis noch am Freitag vorliegen, kündigte der Bürgermeister an. Der Landkreis wiederum habe dem Uslarer Stadtoberhaupt gegenüber versichert, dass die Bedenken Eingang finden, sagte Bauer auf Nachfrage.

In der Schusslinie

Er und die Stadtverwaltung waren im Vorfeld in die Schusslinie der Bürgerinitiative Lebenswerte Lichtenberg-Dörfer und der Windrad-Gegner geraten. Ihr Vorwurf lautete, dass die Stadt die Einspruchsfrist versäumt habe. Formell war das auch so, hat der Landkreis bestätigt, gleichzeitig aber auch verkündet, dass die Stellungnahme der Stadt noch in den Genehmigungsprozess einfließe.

Mit seinem Votum hat der Verwaltungsausschuss die Empfehlung aus dem Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss von Dienstag bestätigt. „Damit gehen die Bedenken der Bürgerinitiative vollinhaltlich in den Abwägungsprozess und Genehmigungsprozess des Landkreises ein“, sagte Uslars Bürgermeister nach der VA-Sitzung.

In der Stellungnahme gegen das zweite Windrad verweist die Stadt auf das ablehnende Votum des Ortsrates Verliehausen und das einer Fragebogenaktion in Ahlbershausen, da es dort derzeit keinen Ortsrat gibt, sowie auf den Protest der Bürgerinitiative Lebenswerte Lichtenbergdörfer inklusive 300 Unterschriften gegen das zweite Windrad.

Im Mittelpunkt stehen naturschutzrechtliche Bedenken und die Kritik, dass das zweite Windrad zu nah an den Orten liege und zu Lärmbelästigungen und Lichtreflektionen führe.

Lesen Sie dazu auch:

- Vorwurf der Windkraftgegner: „Die Stadt Uslar hat die Frist versäumt“

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