Empfehlung für den Stadtrat

Stadt Uslar senkt die Elternbeiträge für Kindergärten

Uslar. Die Elternbeiträge für die Kindertageseinrichtungen sollen nach dem einmütigen Votum des Uslarer Bildungsausschusses gerechter und günstiger werden.

Statt der bisherigen Einteilung in vier Einkommensgruppen soll es künftig neun Gruppen geben, in denen das Einkommen der Eltern für den Betrag der Kinder maßgeblich ist.

Zuletzt seien die Elternbeiträge 2014 geändert worden, hieß es in der öffentlichen Sitzung im alten Rathaus. Die aktuelle Einkommensregelung gelte seit 1996, sagte Dirk Rackwitz von der Verwaltung vor der teils kontroversen Diskussion und Abstimmung.

Die Mitglieder des Fachausschusses stimmten einem von drei Vorschlägen einer Arbeitsgruppe zu. Danach sollen – vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrates – die Eltern 30 Prozent der tatsächlichen Kosten bezahlen.

In der unteren Einkommensgruppe kostet eine vierstündige Betreuung demnach 73 Euro, in der neunten und höchsten Einkommensgruppe sind 171 Euro zu zahlen. Bei einer Betreuung über 8,5 Stunden zahlen wenig betuchte Eltern 156 Euro, Mehrverdiener 363 Euro. Bisher variierten die Beiträge für vier Stunden entsprechend des Elterneinkommens im unteren Bereich zwischen 124 und 230 Euro sowie bei der Ganztagsbetreuung in der obersten Einkommensstufe zwischen 192 und 303 Euro.

Lange Diskussionen gab es in einer Sitzungsunterbrechung, weil sich Ausschuss--Mitglieder an der Berechnung der Einkommen störten. Eltern- und Kindergeld hätten nichts mit der Berechnung der Elternbeiträge für Kindergärten zu tun, kritisierte Friedrich Hilke (CDU). Von Elternvertretern, die als beratende Mitglieder im Ausschuss sitzen, hieß es, man sollte den Eltern nicht über Umwege zu tief in die Geldbörse greifen. Seit drei Jahren werde über Entlastungen der Eltern diskutiert, hieß es. Das müsse man mit der Neuberechnung nun auch erreichen.

Rubriklistenbild: © dpa

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Dorpolitiker
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Sehr Schön lieber Stadtrat. Mal wieder ne verkappte Erhöhung für normalverdiener. Was hat bitte schön Elterngeld und Kindergeld in der Berechnung zu suchen. Man merkt das im Stadtrat zu viele alte Menschen sind die von dem Wort realitätsfremd gesteuert werden. Schönen Dank Uslar schafft sich weiter ab.

Klabautermann
(0)(0)

Glückwunsch Uslar,

da kann man mal ohne Häme sagen :" Gut gemacht!"

Zur Information:

Die Senkung wurde nicht am Dienstag in der Sitzung des Fachausschusses beschlossen, sondern in der letzten Stadratssitzung, nach vorheriger sehr intensiver Diskussion im Bildungsausschuss.

Der Antrag auf eine Senkung wurde von der SPD eingebracht, und von der UWG unterstützt.
Die CDU, sowie die Bunte Gruppe waren zum Teil vehement DAGEGEN...

Die neue Einteilung der Einkommensgruppen ist durch die beharrliche Arbeit der Elternvertreter in Angriff genommen worden.

Insgesamt kann Uslar nun von sich sagen die Zeichen der Zeit erkannt zu haben, und den Weg einer Familienfreundlichen Politik eingeschlagen zu haben.

Klabautermann

Paulxyz
(0)(0)

Eine falsche Überschrift!

Senkung der Elternbeiträge?
Seit drei Jahren werde über Entlastungen der Eltern diskutiert?

Es ist die Rede von Beitragserhöhungen von bis zu 20 % für "Mehrverdiener" !

Kommentare

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