Diskussion über Zukunft der Innenstadt

Stadt Uslar soll alte Häuser kaufen

Uslar. Wenn am Donnerstag im Rathaus-Saal in Uslar der Wirtschafts- und Entwicklungsausschuss zu seiner öffentlichen Sitzung zusammentritt, dann wird die Diskussion um die Zukunft der Uslarer Innenstadt wieder in Gang gebracht. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu,

Auf der Tagesordnung der Sitzung, die um 19 Uhr beginnt, steht ein Antrag der SPD, der Bunten Gruppe (Grüne, Linke, Piraten und Einzelbewerber Werner Driehorst) sowie der Wählergemeinschaft zur Innenstadtentwicklung.

Worum geht es in dem Antrag von SPD, Bunter Ratsgruppe und Wählergemeinschaft? 

Zunächst stellen die Antragsteller fest, dass sie die Innenstadtentwicklung als eine Entwicklung des Wirtschaftsraumes verstehen, die nicht von der Verkehrsführung in der Langen Straße abhängig sei. Übersetzt heißt das: Die drei politischen Gruppen reden von der Innenstadtentwicklung, die ihrer Meinung nach nichts damit zu tun habe, ob es eine Fußgängerzone gibt oder Verkehr dort zugelassen werde.

Thema Verkehrsführung

Gleichwohl aber taucht in ihrem Antrag zum Schluss die Formulierung auf: Im Fachausschuss wird die Verkehrsführung Innenstadt als Tagesordnungspunkt beraten.

Was genau beantragen SPD, Bunte Gruppe und Wählergemeinschaft? 

• Für den Fahrradverkehr sollen Stellplätze in der Innenstadt eingerichtet werden, Stellplätze mit Ladestationen für E-Bikes auf der Graftstraße, auf dem Lavesplatz und nördlich vom Forstgarten. Für den Lavesplatz (Kreuzung Kurze Straße/Braustraße/Mühlenstraße) soll eine multifunktionale überdachte Abstelleinrichtung beantragt werden.

• Der Lavesplatz soll ins Straßenverzeichnis aufgenommen werden, die Eckgrundstücke den Namen Lavesplatz als Adresse erhalten.

• Im Bereich des neuen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) im alten Aldi am Wolfhagen/Forstgasse soll die öffentliche Fläche überplant und Parkplätze bereitgestellt werden. Der Erwerb anliegender Grundstück soll geprüft werden.

• Im Kernstadtbereich sollen zwei Grundstücke erworben und überplant werden: das heruntergekommene ehemalige Duntemannsche Haus und ein anderes an der Stadtmauer. Die Grundstücke sollen mit Geld aus der Stadtsanierung gekauft werden. Die Planung für einen Parkplatz an der Stadtmauer (Flurstück 89/3) soll umgesetzt werden.

• In der Kernstadt sollen an den historischen Lampen Pflanzkörbe für eine Begrünung beschafft werden.

• Grundsätzlich soll der Umfang der Innenstadtentwicklung mit dem Planungsbüro bis Jahresende abgestimmt werden.

Was war davor in Sachen Uslarer Innenstadt geschehen? 

• Die Vorgeschichte: Zuletzt hatte der von Bürgermeister Torsten Bauer ins Leben gerufene Arbeitskreis Innenstadt eine Öffnung der Fußgängerzone gefordert. Doch es fand sich keine politische Mehrheit. Vielmehr wurde das Thema im Juli in den Fachausschuss zurückverwiesen. Die Vorgeschichte Lange Straße steht unten im Rückblick.

Was ist in der Fachausschuss-Sitzung zu erwarten? 

Da der Antrag von SPD, Bunter Ratsgruppe und Wählergegemeinschaft gestellt wurde und sie über eine Mehrheit verfügen, ist damit zu rechnen, dass die Forderungen auf den Weg gebracht werden. (fsd)

Rubriklistenbild: © dpa

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