Bürgerschaftliches Engagement

Stadt Uslar verleiht  Bürgerplakette an Gisela Jordan 

Uslar/Delliehausen. Für ihr Engagement vor allem in der Flüchtlingshilfe ist Gisela Jordan aus Delliehausen mit der Bürgerplakette der Stadt Uslar ausgezeichnet worden.

Bürgermeister Torsten Bauer berichtet am Montagnachmittag im Gewölbekeller des Alten Rathauses von einer ganzen Reihe verschiedener Ehrenämter, die Gisela Jordan unter anderem mit zahlreichen Projekten ausfülle.

Die Geehrte leitete von 1983 bis 1988 das Kinderturnen beim TSV Delliehausen und war dort Jugendwartin sowie acht weitere Jahre Betreuerin im Jugendfußball. Außerdem arbeitete sie vier Jahre in der Bürgerinitiative Bollert-Dörfer im Freibad Volpriehausen in der Cafeteria und organisierte Großveranstaltungen wie „Musik Schmaus, Bewegung“.

Nachhaltige Hilfestellung

Der Bürgermeister würdigte, dass ich Gisela Jordan besonders für die Belange der Menschen in unserer Mitte eingesetzt habe, die ohne die Hilfe anderer nur eine geringe Aussicht auf die Verbesserung ihrer Lebenslage haben. Wichtig sei ihr vor allem die nachhaltige Hilfestellung.

Arbeit in der Kleiderkammer

Einen Großteil ihrer Freizeit verbringe Gisela Jordan in der Flüchtlingshilfe: In Uslar hat sie in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Krankenhaus in der Kleiderkammer gearbeitet und hat die Flüchtlingsinitiative Bollert gegründet und kümmert sich um eine Flüchtlingsfamilie in Delliehausen. Sie helfe bei Behördengängen, bei der Vermittlung von Arbeitsstellen und von Dolmetschern, beim Sammeln von Kleiderspenden und bei Transporten mit dem eigenen Auto.

Der Bürgermeister sagte, dass Gisela Jordans persönliche Wertvorstellungen, die sie mit ihrem Einsatz verwirkliche, gerade in der heutigen Zeit wichtig seien. Sie helfe, die Gesellschaft menschlicher zu machen. Sie verwandele Eigensinn in Gemeinsinn. Bauer: „Ihre Verantwortungs- und Leistungsbereitschaft und Ihr soziales Engagement machen sie zu einem besonderen Menschen unserer Gesellschaft.“

Lob für die Mitstreiter

Die Geehrte wollte es gar nicht recht glauben, dass ihr die Auszeichnung zuteil wurde und lobte einige Mitstreiter bei der Flüchtlingshilfe wie Eberhard Otto, Renate Andermann, Oda Bauer, Detlev Herbst, Ursel Schormann und Dirk Schwarz sowie ihre Familie, die ihr die Zeit für die Hilfe ermögliche. Und sie rief dazu auf, sich weiter für Flüchtlinge zu engagieren. Es gäbe noch viele Steine aus dem Weg zu räumen. 

Zur Person

Gisela Jordan, am 14. Dezember 1953 in Göttingen geboren, stammt aus Schlarpe. Mit 20 Jahren zog sie mit ihrem Mann Klaus Jordan nach Delliehausen, wo die Familien auch heute noch lebt. Sie sind seit 1973 verheiratet und haben zwei Söhne und sechs Enkelkinder. Gisela Jordan erlernte nach der Volksschule den Beruf der Arzthelferin und nahm sich nach der Geburt ihrer beiden Söhne eine berufliche Auszeit und arbeitet seit 1988 wieder in ihrem Beruf, zunächst in der Hausarztpraxis Wolf, später in der danach gegründeten Gemeinschaftspraxis Wolf in Volpriehausen. 

Rubriklistenbild: © Foto: Schneider

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