Stadt Uslar will Modellkommune für frühe Bildung mit Qualität werden

Auftakt für das Projekt „Qualität vor Ort“: Dabei geht es um frühe Bildung, Betreuung und Erziehung von Kleinkindern. Moderation beim ersten Treffen war Melanie Göb (links) . Foto: Schneider

Unter dem Motto "Wir in Uslar sind gut in...“ legt die Stadt als erste Modellkommune mit dem Projekt „Qualität vor Ort“ für frühe Bildung los.

Uslar. Die Stadt Uslar ist die erste Modellkommune in Deutschland für das Programm „Qualität vor Ort“. Dabei handelt es sich um eine Initiative zur Förderung der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung von Kleinkindern bis sechs Jahre.

Das Programm ist eine Gemeinschaftsaktion der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Jacobs Foundation. Letztere ist eine Stiftung des Unternehmers Klaus J. Jacobs und seiner Familie zur Innovationsförderung in der Kinder- und Jugendentwicklung.

In Uslar kann durch die Aufnahme der Stadt als eine von 20 Modellstädten intensiv an an einem Gesamtkonzept auf dem Gebiet frühe Bildung, Bestreuung und Erziehung gearbeitet werden, heißt es.

Steuerungsgruppe gegründet

Beim ersten Treffen wurden denn auch gleich die Weichen gestellt und eine Steuerungsgruppe gebildet, berichtet Dirk Rackwitz, der das Projekt von der Stadtverwaltung federführend begleitet und bereits mit Erfolg das Vorgängerprogramm „Anschwung für frühe Hilfe“ in Uslar etabliert hatte. Rackwitz zeigte sich nach dem ersten Treffen vor allem von der großen Beteiligung beeindruckt. Er hatte den für das Projekt größtmöglichen Teilnehmerkreis eingeladen: Vertreterinnen von Kindertagesstätten, vom Kinderschutzbund, aus dem Stadtrat, dem Kita-Stadtelternrat, dem Familienzentrum, dem Landkreis dem Forum Kinderarmut, die neue Uslarer Gleichstellungsbeauftragte Yvonne Pischel und beispielsweise auch die Volksbank Solling, die sich am Projekt beteiligen will.

Begleitet wird es von der Deutschen Kinder- und Jugendsstiftung. Neben der Steuerungsgruppe ist beim Auftakt auch gleich ein Leitsatz für das Projekt gefunden worden, mit dem in den nächsten zwei Jahren gearbeitet werden soll. Er heißt „Wir in Uslar sind gut in…“

Ziel ist eine Strategie

Im Gildesaal hatte Uslars Bürgermeister Torsten Bauer die Teilnehmer begrüßt und sagte zum ersten Treffen in einer Modellkommune: „Gut, dass es in Uslar stattfindet.“

Barbara Junne von der regionalen Programmleitung gab das Ziel des Projekts vor und sprach von einer „Integrierten Strategie der frühkindlichen Bildung“. Dirk Rackwitz von der Verwaltung sieht einen spannenden Prozess voraus, erinnerte aber auch, dass mit dem Vorgängerprojekt schon viel geschafft wurde.

Unter der Leitung der Moderatorin Melanie Göb wurden bereits die wichtigsten Themen festgelegt: So soll an der Willkommenskultur in Uslar gearbeitet werden, eine Analyse und Bestandsaufnahme vorgenommen werden, Netzwerke, die es schon gibt, besser verzahnt und eine Strategie entwickelt werden. (fsd) www.Qualitaet-vor-Ort.org

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