Arbeitskreis gegründet

Stadt Uslar will neue Wege gehen für den Wirtschaftswegebau

Uslar. Die Stadt Uslar ist auf dem Weg, die Wirtschaftswege-Unterhaltung neu aufzustellen. Ausschlaggebend ist, dass die Stadt allein den Unterhalt der Wege nicht mehr gewährleisten kann, weil sie heutzutage einer erhöhten Belastung ausgesetzt sind und es im Laufe der Jahre zu einem Investitionsstau gekommen ist.

Während der jüngsten Uslarer Bauausschusssitzung stellte Diethelm Breker vom Baumanagement der Stadtverwaltung Pläne vor und bekam vom Aussschuss grünes Licht, für die Wirtschaftswege-Unterhaltung einen Arbeitskreis zu gründen.

Wir haben hier Fragen und Antworten zum Thema zusammengestellt.

Wie stellt sich die Stadt die Wirtschaftswege-Unterhaltung vor?

Gedacht ist daran, mehrere Verbände für die Wegeunterhaltung zu gründen wie zum Beispiel einen für das Ahletal. Beteiligt sein sollten mehrere Ortsteile, die Stadt Uslar sowie Anlieger und Hauptnutzer.

Wie ist die Wegeunterhaltung bisher geregelt?

Es gibt verschiedene Konstrukte, unter anderem kümmern sich federführend die Ortsräte mit ihrem städtischen Verfügungsgeld und zum Beispiel Jagdgenossenschaften um die Unterhaltung.

Was ist der Grund für Veränderungen?

Die Nutzung der Wege hat sich verändert. Für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr ist vor allem eine Zunahme der Achslasten zu verzeichnen. Die Fahrzeuge sind größer und breiter. Sie fahren zum Beispiel bei Termingeschäften bei jeder Wetterlage. Auch haben sich Fahrwege verändert. Und ein Großteil des Wegenetzes im Uslarer Land hat nur eine Tragfähigkeit bis acht Tonnen. Außerdem geht es dabei der Stadt auch darum, die Infrastruktur zu schaffen für eine erfolgreiche Landwirtschaft.

Wie steht es mit den Finanzen?

Die Rechnung der Uslarer Stadtverwaltung sieht wie folgt aus: Das Wirtschaftswegenetz in der Stadt Uslar ist 350 Kilometer lang. Für den Unterhalt in diesem Jahr stellt die Stadt im Haushalt 44 300 Euro zur Verfügung. Umgerechnet sind das 1,2 Cent pro Quadratmeter. Die einfache Deckensanierung eines Wirtschaftsweges allein kostet aber schon 2,20 Euro pro Quadratmeter.

Was hat die Stadt bisher unternommen?

Sie hatte wegen der starken Schädigung der Wege infolge hoher Belastung im Dezember 2017 zu einem Erörterungstermin mit Bürgermeister, Ortsbürgermeistern, Landwirten und Vertretern der Stadtverwaltung eingeladen. Dabei wurde Einigung darüber erzielt, die Wirtschaftswegeunterhaltung neu aufzustellen.

Mit einer Beteiligung der Anlieger und Hauptnutzer der Wege verspricht sich die Stadt eine Erhöhung des Unterhaltungsvolumens und der Eigenverantwortung, eine bessere Einbindung und Erweiterung der Eigenleistung, eine verbesserte Kontrolle und eine zielgenaue Bedarfserfassung für Unterhaltung oder Ausbau. Zentrale Aufgabe der Stadt Uslar sollen weiterhin die Ortsverbindungswege, kombinierte Rad- und Wirtschaftswege und Bauwerke wie Brücken bleiben.

Wie sieht der nächste Schritt aus?

Es soll ein Arbeitskreis gebildet werden mit Vertretern aus dem Kreis der Anlieger und Hauptnutzer, des städtischen Bauausschusses, der Ortsräte und der Verwaltung unter Beteiligung des Fachausschusses zur Vorstellung von Zwischenergebnissen, zur Beratung der nächsten Schritte, gegebenenfalls unter Hinzuziehung von Experten.

Wie sieht der Zeitplan für das Projekt aus?

Der Arbeitskreis Wirtschaftswege soll in diesem Jahr anfangen zu tagen und seine Ergebnisse im Fachausschuss vorstellen.

Von Frank Schneider

Rubriklistenbild: © Foto: Schneider

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