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Startschuss am Bollert für die Dorferneuerung

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Von: Frank Schneider

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Das Online-Auftakttreffen für die Dorferneuerung am Bollert stimmte die Beteiligten zufrieden.

Volpriehausen – „Endlich geht es los mit der Bürgerarbeit“, sagte Uschi Bankert bei der offiziellen Auftaktveranstaltung für das Dorfentwicklungsprogramm in den Bollert-Dörfern. Wegen Corona fand sie hauptsächlich digital statt und lockte zahlreiche Teilnehmer aus Volpriehausen, Delliehausen, Schlarpe und Gierswalde an die Computer und mobilen Endgeräte.

Um die 70 Online-Zuschaltungen wurden registriert, zum Teil mit mehreren Leuten am Monitor. Zudem bestand für die Menschen, die keinen Internetzugang haben, die Möglichkeit, in Schlarpe und in Gierswalde in den Dorfgemeinschaftshäusern und in Volpriehausen im evangelischen Gemeindehaus die Videokonferenz zu verfolgen.

Davon machten in Schlarpe und Gierwalde jeweils fünf Bürger Gebrauch, in Volpriehausen noch mal zehn Interessenten. Insgesamt schätzt Uschi Bankert, die die Auftaktveranstaltung moderierte, dass sich 130 bis 140 Bürger beteiligt haben. Im Mittelpunkt stand der Startschuss für die Dorferneuerung, für die sich die vier Bollert-Dörfer beworben hatten. Im März 2020 wurden sie in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen. Der nächste Schritt ist, dieses Dorfentwicklungsprogramm nun mit möglichst großer Bürgerbeteiligung aufzustellen. Die Devise lautet „Zukunft entwickeln, mitmachen – mitreden.“

Federführend organisiert das Unternehmen Bankert, Linker & Hupfeld, Architektur und Städtebau aus Kassel, das Dorfentwicklungsprogramm für die Bollert-Dörfer mit der im Uslarer Land bekannten Moderatorin Tanja Dornieden (Bovenden) von KoKo Kommunikation Konsens Konzept.

Gemeinsam mit den Bürgern wird jetzt das Programm erarbeitet und aufgestellt. Danach sind auch private Vorhaben möglich, die mit Fördergeld bedacht werden können. Hauptaufgabe ist laut Uschi Bankert jetzt, so viele Einwohner wie möglich zum Mitmachen anzuregen, zumal die Bollert-Region mit der Bürgerinitiative Bollert-Dörfer und ihren engagierten Ortsbürgermeistern und vor allem ihren Dorfmoderatorinnen schon lange sehr engagiert ist, wie es hieß.

Die allgemeine Ausgangslage ist die rückläufige Entwicklung in Sachen Bevölkerung, Infrastruktur, kommunaler Finanzen und Kostensteigerungen. Dagegen sollen nun mehrere Dörfer wie am Bollert gemeinsam Ziele und Strategien entwickeln, wie es beim Auftakt erläutert wurde. So geht es um die

.  Verbesserung innerörtlicher Verkehrsverhältnisse und der Aufenthaltsqualität von Straßen, Wegen und dörflichen Plätzen,

.  das Schaffen, Erhalten und Verbessern von Freizeit- und Naherholungseinrichtungen, Gemeinschaftseinrichtungen und Mehrfunktionshäusern,

.  die Abwehr von Hochwassergefahren für den Ortsbereich, um naturnahen Rückbau, Umgestaltung, Sanierung innerörtlicher oder landschaftstypischer Gewässer sowie

.  auch um den Abbruch von Bausubstanz mit Folgenutzungskonzept bei der Dorfentwicklung.

Als Beispiele wurden aus dem Landkreisgebiet der Umbau der ehemaligen Molkerei in Gladebeck in eine Bäckerei mit Café und des leer stehenden Pfarrgemeindehauses in Gladebeck in ein Dorfgemeinschaftszentrum im Rahmen des Dorfentwicklungsplanes genannt und gezeigt.

Bei der Dorfentwicklung komme es neben der Beteiligung der Bürgerschaft auf eine zielgerichtete Bestandsaufnahme und auf die Zukunftsidee für die vier Bollert-Dörfer an. Wichtigste Stichworte bei den Zielen sind die Lebens- und Aufenthaltsqualität, das Wohnumfeld, Freizeitangebote, Nahversorgung und soziales Miteinander. Wichtig sei ebenso ein transparenter Planungsprozess.

Auftakttreffen für die Dorfentwicklung m Bollert. Hier das Dorfgemeinschaftshaus in Schlarpe.
Auftakttreffen für die Dorfentwicklung m Bollert. Hier das Dorfgemeinschaftshaus in Schlarpe. © Frank Schneider

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