Nach Wiederaufnahme in Stellplatzführer

Reisemobilpark in Uslar als Top-Platz im letzten Jahr „gut besucht“

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Zählt zu den ausgezeichneten Campingplätzen in Deutschland: Der Reisemobilpark in Uslar darf sich seit 2017 wieder „TopPlatz“ nennen.

Uslar. Nach einer längeren Durststrecke ist der Reisemobilpark am Uslarer Badeland seit dem vergangenem Jahr wieder im Stellplatzführer „TopPlatz“ aufgelistet – ein Gütesiegel für Stellplätze in ganz Deutschland.

Und das hat für eine verbesserte Auslastung im vergangenen Jahr gesorgt. Laut Claudia Filpe von der Uslarer Touristik-Information im alten Rathaus haben 2017 insgesamt 617 Reisemobile dort ihr Lager aufgeschlagen, der Platz sei „gut besucht“ worden.

Eine von ihnen war Jutta Allwermann aus der Nähe von Düsseldorf, die mit ihrer Familie erneut wieder einige Tage im Uslarer Land verbringt. „Wir schätzen an der Region besonders die schöne Natur“, sagte sie am Freitag. „Und der Platz ist auch super. Er ist gut gepflegt und relativ zentral.“

Für Claudia Filpe von der Touristik-Information ist der Platz ein wichtiger Motor für den Tourismus. „Die Leute, die hier campen, verbringen ja auch ihren Urlaub in der Region. Sie geben in Uslar ihr Geld aus, was der lokalen Wirtschaft zugutekommt“, ist Filpe überzeugt. Und: „Durch den Status des Top-Platzes kommen zusätzliche Besucher“, sagt sie weiter.

Der Reisemobilpark am Badeland kann besonders mit seiner attraktiven und ruhigen Lage punkten, heißt es von „TopPlatz“. Die Nähe zum Badeland und zur Innenstadt wird gelobt.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Separate Sanitärräume

Dass der Platz so gut angenommen wird, war aber nicht immer so. 2011 wurde das Uslarer Badeland geschlossen. Da in dessen Nebengebäude Sanitärräume für die Nutzer des Reisemobilparks untergebracht sind, fehlten WC und Duschen.

Auch die Zuständigkeit für die Betreuung des Platzes schien zwischenzeitlich nicht klar. Zudem war der Platz auch nicht mehr bei TopPlatz aufgeführt. Erst als das Uslarer Hallenbad nach der Gründung einer Genossenschaft und in Bürgerhand wieder in Betrieb genommen wurde und nachdem sich laut Filpe Bürgermeister Torsten Bauer um eine Wiederaufnahme in die Liste bemüht habe, „tat sich was“.

Gekostet hat die Herstellung des Platzes auf dem ehemaligen Areal des Freibades 157.000 Euro. Die Hälfte davon wurde über ein EU-Förderprogramm bezahlt. Jeweils 38.500 Euro zahlten der Landkreis Northeim und die Stadt Uslar. Eingeweiht wurde der Reisemobilpark im September 2007. Damals gehörte er zu den besten 50 Plätzen in Deutschland.

Die Anlage erreichte einst nach einer Beurteilung des Wohnmobil-Experten Jürgen Dieckert für die Irma (Gesellschaft für innovatives Regionalmarketing) mit Sitz in Nürnberg 86 von 100 möglichen Qualitätspunkten. (daz/jde)

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Hintergrund: Der Reisemobilpark Uslar

Eine Nacht auf dem Stellplatz kostet pro Mobil sechs Euro, für einen Euro bekommen die Besucher sechs Stunden Strom. Ebenfalls für einen Euro bekommen die Camper zehn Minuten Zugang zum Frischwasser. Die Duschen im Badeland kosten 2,50 Euro und stehen werktags zwischen 7.30 und 8.30 Uhr sowie zwischen 19 und 20 Uhr zur Verfügung. Die Ent- und Versorgungsstation für die Nutzer des Wohnmobil-Stellplatzes befindet sich auf dem benachbarten Festplatz vor der TSG-Sporthalle. Ansprechpartner für den Reisemobilpark in Uslar ist die Touristik-Information. 

Kontakt: Telefon 0 55 71/30 72 20; Fax 0 55 71/30 72 27; E-Mail: info@uslarer-land.de. Internet: www.uslar.de

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