Infektionsrisiko geringer

Uslarer Tafel stellt in ihrem Laden Luftfilter auf

Zwei Raumluftfilter sind im Uslarer Tafelladen auf dem Gefrierschrank (Bildmitte) platziert.
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Zwei Raumluftfilter sind im Uslarer Tafelladen auf dem Gefrierschrank (Bildmitte) platziert.

Seit Ende Februar sind bei der Uslarer Tafel während der Warenausgabe zwei starke Luftfilter im Einsatz.

Uslar - Reinhard Preußner, stellvertretender Vorsitzender der Uslarer Tafel berichtet, dass durch die Filter die Raumluft mehrmals pro Stunde umgewälzt und durch HEPA-Filter gereinigt wird. HEPA H14-Filter mit einem Abscheidungsgrad von 99,995 Prozent sind laut Preußner in der Lage, virusbelastete Aerosole aus der Raumluft zu entfernen.

Als unterstützende Maßnahme schaffen Raumluftfilter laut Preußner keinen hundertprozentigen Schutz. Aber durch die Luftfilter wird das allgemeine Infektionsrisiko für Kunden und ehrenamtliche Mitarbeiter erheblich reduziert, ergänzend zu den geltenden allgemeinen Corona-Hygieneregelungen.

Im Aufenthaltsraum der Tafelmitarbeiter arbeitet ein dritter Raumluftfilter, der Coronaviren, die von Aerosolen transportiert werden, durch einen HEPA-Filter aus der Luft entfernt und zusätzlich mithilfe von UV-C-Licht und Silberionenfilter unschädlich macht, so Preußner.

Die zwei Raumluftfilter im Tafelladen wurden mithilfe des Corona-Soforthilfe-Programms „Raumluftreiniger“ über den Bundesverband Tafel Deutschland angeschafft, der Raumluftfilter im Aufenthaltsraum dank der Unterstützung durch die Aktion Lidl-Pfandspende 2020.  

Seit Wiedereröffnung am 6. Dezember 2013 arbeitet die Tafel kontinuierlich, so Preußner. Auch in der Corona-Situation gab es bisher keine Einschränkungen für die Kunden. Zurzeit werden 360 Personen mit Lebensmitteln versorgt. Ausgabe ist dienstags und freitags jeweils von 13 bis 15 Uhr im Tafelladen, Auschnippe 3. Die Lebensmittelspenden werden täglich mit dem Tafel-Kühltransporter von Märkten in Uslar, Hardegsen, Adelebsen, Dransfeld, Lippoldsberg und Bodenfelde geholt.

Jeder, der bedürftig ist, kann die Tafel in Anspruch nehmen, das heißt: Jeder, der eine staatliche Unterstützung erhält, ist automatisch berechtigt, zur Tafel zu gehen. Ebenfalls berechtigt ist jede Bedarfsgemeinschaft mit einem Netto-Einkommen unterhalb der Pfändungsgrenze (ZPO). Bei vielen Rentnern liegt die Altersrente unterhalb dieser Pfändungsgrenze, berichtet Preußner.

Bei der Anmeldung für die Uslarer Tafel sind laut Preußner keine komplizierten Antragsformulare auszufüllen. Vorzulegen sind lediglich ein Ausweis und der gültige Leistungsbescheid oder die Verdienstbescheinigung. Die Uslarer Tafel hat keine Warteliste. Es gibt auch keine Beschränkung, wie oft jemand pro Monat die Tafel in Anspruch nimmt. Frank Schneider

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