Nach Tod von Schiedsrichter: Typisierung soll anderen Betroffenen helfen

Hilfsaktion: Hier waren die Schlarper Helfer beim Plakatekleben am Dorfgemeinschftshaus noch zuversichtlich, Detlef Striegan helfen zu können. Archivfoto:  nh

Schlarpe. Hilfsaktionen für verstorbenen Schlarper Schiedsrichter, der an Leukämie erkrankt war, wird im Andenken an ihn fortgesetzt.

Seit Oktober bewegt die Leukämie-Erkrankung des 54-Jährigen Detlef Striegan die ganze Region. Mehrere Typisierungsaktionen gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung und Spendenaufrufe wurden von Freunden, Vereinskollegen und Arbeitskollegen auf die Beine gestellt, um „Schiri Detlef“ und anderen Leukämiepatienten eine Chance im Kampf gegen Leukämie zu geben.

Jetzt trauern die Menschen um Detlef Striegan. Die Organisatoren der Hilfskation möchten jetzt für andere Leukämiekranke Hoffnungszeichen setzen mit der Typisierung am Sonntag, 15. Januar, von 14 bis 17 Uhr in der Dorfgemeinschaftsanlage, Hardegser Straße 4, in Schlarpe.

„Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke - jetzt erst recht“, sagt Stephan Hennecke. Eigentlich wollten er und die weiteren Mitglieder der Initiativgruppe „Hilf Detlef“ die letzten Vorbereitungen für die Typisierungsaktion mit der Birkenfelder Stammzellspenderdatei besprechen.

Alle sind geschockt 

Dann kam die Nachricht von Detlefs Tod: „Wir sind alle geschockt und tief getroffen“, erzählt Hennecke. „Detlef können wir nicht mehr helfen. Im Gedenken an ihn möchten wir aber unser Möglichstes tun, um anderen Patienten zu helfen.“ Detlefs Familie unterstützt den Entschluss: „Wir wünschen uns, dass durch diese Aktion Leben gerettet werden und anderen Familien dieser Verlust erspart bleibt.“

Schon viel haben die Organisatoren bewegt: Plakate und Flyer entworfen, gedruckt und verteilt, Firmen angeschrieben, auf sämtlichen Weihnachtsmärkten und bei etlichen Hallenturnieren Fußballer über den Hilfeaufruf informiert, Kuchenbüfett und Bratwurststand organisiert, Spendendosen verteilt.

Doppeldecker-Bus fährt

Das Landhotel Am Rothenberg in Volpriehausen setzt seinen Oldtimer-Doppeldecker-Bus ein und bringt Menschen vom Zentralen Omnibusbahnhof Uslar, An der Schwarzen Erde, nach Schlarpe und zurück. Abfahrt in Uslar ist um 16 Uhr.

Mehr als 6000 Euro an Spenden sind bereits auf dem Spendenkonto unter dem Motto „Hilfe für Detlef“ eingegangen. „Was aber alles in den Spendendosen steckt, wissen wir noch gar nicht. Die meisten sind noch im Umlauf. Wir öffnen sie erst nach dem 15. Januar und übergeben die Summe dann an die Stefan-Morsch-Stiftung“, sagt Hennecke.

Viele Menschen haben sich bei der Initiativgruppe gemeldet, um zu helfen. „Zum Beispiel beim Plakate, Flyer und Spendendosen verteilen oder für Auf- und Abbau der Aktion, für den Küchendienst, die Kuchenspenden oder den Büffet-Dienst. Wir möchten allen Helfern, Spendern und Unterstützern für das vielfältige Engagement Danke sagen“, betont Hennecke.

Es gibt drei Termine 

Die Organisatoren der Typisierungsaktion hoffen jetzt, „dass viele am Sonntag, 15. Januar, nach Schlarpe zur Dorfgemeinschaftsanlage kommen, sich als Stammzellspender bei der Stefan-Morsch-Stiftung registrieren, Kaffee und Kuchen gegen eine Spende kaufen oder einfach Geld in die Spendendosen stecken - im Andenken an Detlef und für Menschen, deren letzte Chance eine Stammzellspende ist.“

Im Andenken an Detlef finden auch die Typisierungstermine, die der FC Weser während seines Fußball-Hallenturniers organisiert hat, statt: am Samstag, 14. Januar, von 13 bis 17 Uhr und am Sonntag, 15. Januar, von 11 bis 15 Uhr in der Sporthalle Lippoldsberg, Schulstraße 32a.

Weiteres zu Typisierung und Stammzellspende kann man auf der Internetseite der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) erfahren oder sich persönlich unter der kostenlosen Hotline 0800 - 76 67 724 informieren.

Auch über info@stefan-morsch-stiftung.de oder via Facebook sind Mitarbeiter der Stiftung erreichbar. Unter www.schlarpe.de/detlef kann man weiteres zum Termin nachlesen.

info@stefan-morsch-stiftung.de IBAN DE70 2625 0001 0172 1887 65, BIC: NOLADE21NOM

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