Übernachtungszahlen bei Weserbergland Tourismus steigen mit 23 Prozent deutlich an

Vorstand des Vereins Weserbergland Tourismus: Referent Matthias Schmidt von links), Geschäftsführerin Petra Wegener, Landrat Tjark Bartels, Bürgermeister Harald Stock, Bürgermeister Cornelius Turrey, Wirtschaftsförderer Rainer Kuhlmann, Bürgermeister Thomas Priemer, Landrätin Angela Schürzeberg, Bürgermeister Alexander Fischer und der Erste Stadtrat Hermann Aden. Foto: Privat/nh

Touristischer Dachverband mit Sitz in Hameln setzt bei Mitgliederversammlung auf Qualitätswanderwege und einheitliches Schilder-System.

Lüthorst. Das touristische Leitsystem des Dachverbandes Weserbergland Tourismus (Hameln) hat Signalwirkung für die Region. Das wurde am Dienstag bei der Mitgliederversammlung des Vereins in Lüthorst deutlich. Dass das Interesse am Weserbergland groß ist, zeigen die seit Jahren steigenden Übernachtungszahlen, die zwischen 2004 und 2015 ein Plus von 23 Prozent aufweisen, sagte Geschäftsführerin Petra Wegener im Landhotel Wilhelm Busch vor den Mitgliedern.

2004 gab es demnach 2 681 199 Übernachtungen, 2015 bereits 3 297 884, was ein Plus von 616 685 Übernachtungen ausmacht. Zudem seien viele Projekte zum Thema Radfahren, Wandern und Historisches Weserbergland auf die Beine gestellt worden. Laut Wegener geht es um Ziele, Maßnahmen und Herausforderungen im Tourismus.

Für die Vermarktung des Weser-Radwegs wurde etwa eine neue kostenfreie App veröffentlicht, hieß es in ihrem Bericht. Außerdem wurde eine Kundenzufriedenheitsumfrage initiiert, ein Newsletter an die Anrainer versandt und erstmals gab es an drei Tagen Radweg-Infotage, bei denen sich die Kooperationspartner mit präsentierten.

Bei der ADFC-Radverkehrsanalyse 2016 landete der Weser-Radweg auf dem zweiten Platz der beliebtesten Radfernwege Deutschlands. Und zum Thema Wandern hieß es, dass neben den beiden großen Qualitätswanderwegen Weserbergland-Weg und Ith-Hils-Weg im Frühjahr auch die Wanderwege „Das liebliche Walterbachtal“, „Drei-Burgen-Route“, „Weg der Selbstzuwendung“ und „Wichtelpfad“ den Aufstieg in die Liga der Qualitätswanderwege geschafft haben und laut Wegener damit die Wanderqualität der Region sichtbar erhöht haben.

Einheitliches Schilder-System

Das „Historische Weserbergland“ entwickelt sich nach dem Start im Sommer 2015 stetig zu einer Erfolgsgeschichte. Allein die neue Internetseite sei seitdem rund 30 000 Mal aufgerufen, die App 1800 Mal heruntergeladen und 11 000 Prospekte angefragt worden.

Die erfreuliche Entwicklung sei auch in anderen Kommunen angekommen. Die Städte Hann. Münden und Bad Münder haben sich dem geforderten Qualitätscheck unterzogen und die Absichtserklärung für die offizielle Teilnahme ab 2017 unterschrieben. Damit seien auch diese Orte in die gemeinsamen Vermarktung des historischen Weserberglands integriert.

In seinem Vortrag gab Matthias Schmidt von der BTE-Tourismus- und Regionalberatung aus Berlin Handlungsempfehlungen für die Installation eines touristischen Leitsystems im Weserbergland. Darunter zu verstehen ist ein einheitliches System etwa von installierten Schildern, die idealerweise innerhalb einer Region aufeinander abgestimmt sein sollen und so das zusammengehörige Gebiet verdeutlichen.

Neben Konzepten für Verkehr und amtliche Wegweisung, gehören auch Begrüßungs- und Infotafeln zu diesem Gesamtkonzept. Ziel ist ein durchgängiges System, in dem die touristischen Inhalte in bestehende Systeme integriert werden.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Astrid Klinkert-Kittel (Landrätin Kreis Northeim) und Cornelius Turrey (Bürgermeister Gemeinde Oberweser). Wiedergewählt wurde Reiner Brombach (Bürgermeister Bückeburg). (jde) 

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