Mehr Lebensraum für Bienen

Imker legen Streuobstwiese mit 90 Bäumen am Rand der Uslarer Kernstadt an

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Gießen die Bäume: Artur Görder (von links), Hermann Menden, Sven Bösenberg, Tanja Meisel, Heike Görder und Stefan Meisel auf der Streuobstwiese am Stadtwald.

Uslar. Blühende Obstbäume, um die Bienen und wilde Insekten herumsummen, so soll es einmal aussehen auf der Wiese am Stadtwald oberhalb der Unterhütte.

Das ist das Ziel einer privaten Initiative Uslarer Imker um Hermann Menden und Artur Görder, die dort eine Streuobstwiese mit 90 Obstbäumen gepflanzt haben. Erste Bienenvölker haben sich bereits angesiedelt.

Die rund ein Hektar große Grünfläche haben Menden und Görder von der Stadt gepachtet. Alle Obstbäume wurden privat finanziert. Geholfen habe dabei, dass die Baumschule Spieß diese günstig verkauft habe, sagt Artur Görder. Damit die hochstämmigen jungen Bäume bei der Trockenheit weiter wachsen und gut angehen, holen die Imker alle zwei Tage 500 Liter Wasser aus Reitliehausen und gießen damit jeden einzelnen Baum. Bei einigen Bäumen hat sich das bereits gelohnt. Sie tragen erste Früchte.

Lebensräume fehlen

Die Initiative ist vor dem Hintergrund entstanden, dass es immer weniger Bienen und Insekten gibt, unter anderem, weil entsprechende Lebensräume fehlen.

Eine 2017 auf Basis von Daten aus Nordrhein-Westfalen in der Fachzeitschrift „Plos one“ veröffentlichte Studie habe gezeigt, dass die Masse der Insekten seit 1989 um durchschnittlich 76 Prozent zurückgegangen ist, heißt es von den Imkern. (zyp)

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