Erweitertes Angebot

Mehr Bus für mehr Mobilität im Uslarer Land

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Uslar: Mehr Bus für mehr Mobilität im Land

Das erweiterte Angebot ist da. Jetzt liegt es an den Anwohnern, das Projekt auch zu nutzen. Der Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) sprach im Rathaus.

Sowohl tagsüber als auch in den Abendstunden sollen mehr Busse auf den Strecken unterwegs sein. Im alten Rathaus stellte Ute Reuter-Tonn, Marketing-Mitarbeiterin des ZVSN mit Sitz in Göttingen, das mit Fördergeld des Landes Niedersachsen erweiterte Angebot für den öffentlichen Personennahverkehr vor einem Dutzend Zuhörern vor. Mit dem Angebot sollen mehr Fahrgäste gewonnen werden. 

In den kommenden drei Jahren will der ZVSN nach Angaben seines Geschäftsführers Michael Frömming beobachten, wie das erweiterte Angebot angenommen wird. Dann müsse man sehen, ob und wie angepasst werden müsse. Man hoffe aber, dass zum Beispiel Pendler, Studenten oder in den Abendstunden vermehrt auch junge Leute das Busangebot nutzen, um etwa am kulturellen Leben der Uni-Stadt teilzunehmen und dann wieder mit dem Bus in den Solling heimzufahren. 

Eine Aufwertung des neuen Programms wird kommen 

Man arbeite daran, das erweiterte Angebot auch durch deutlich günstigere Preise noch weiter aufzuwerten, um es im Idealfall zu schaffen, dass Pendler statt mit dem eigenen Auto künftig mit dem Bus zwischen Uslar und Göttingen unterwegs sind, hieß es bei der Werbeveranstaltung im Rathaus.

Uslar: Mehr Bus für mehr Mobilität im Land

Im Vorfeld seien Vertreter aus Verwaltung, Verkehrsunternehmen und Verbänden bei der Angebotsentwicklung mit dabei gewesen. Christel Wemheuer, Erste Kreisrätin des Kreises Göttingen, sagte am Montag: „Im ersten Schritt haben wir das Fahrplan Angebot verbessert, um den berechtigten Forderungen nach mehr Klimaschutz im Bereich der Mobilität nachzukommen. Ein intensives Marketing ist aber ebenso notwendig, damit die künftige Kundschaft überhaupt Kenntnis von den zusätzlichen Fahrten erhält.“ 

Die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel ist der Ansicht, mehr Bus bedeute weniger Auto. Sie habe ausgerechnet, dass rund 33.000 zusätzliche Kilometer für den öffentlichen Personennahverkehr gefahren werden.

Ein Projekt zur Mobilität, von dem viele profitieren 

Außerhalb der Schülerbeförderungszeiten fährt der Bus der Linie 210 Göttingen – Erbsen – Lödingsen – Adelebsen im Stundentakt. Auch die Einwohner aus Uslar, Allershausen, Schoningen, Verliehausen und Offensen können profitieren. An Wochentagen werden zusätzliche Fahrten um 20.32 Uhr von Uslar nach Göttingen sowie um 21.45 Uhr von Göttingen nach Uslar angeboten. 

Nachtbus-Fahrten der Linie 210 werden an den Wochenenden von Freitag auf Samstag sowie Samstag auf Sonn- und Feiertage von Uslar nach Göttingen um 0.32 Uhr sowie um 2 Uhr von Göttingen über Adelebsen nach Uslar angeboten. Hier kommt ein Linientaxi zum Einsatz.

Neue Parkplätze sollen Attraktivität von öffentlichem Nahverkehr steigern 

Uslars Bürgermeister Torsten Bauer sagte, dass der Bahnhof in Offensen durch den neuen Parkplatz mit zwanzig Plätzen das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs für Bus- und Bahnfahrer attraktiver macht. Bus und Bahn sollen sich keine Konkurrenz machen, sondern eine Ergänzung im Sinne der Nutzer sein. Er hofft auf ein verlässliches Angebot des ZVSN.

Mit finanziert wird das erweiterte Busangebot anteilig durch die „7b-Geld“ der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG). Dabei geht es um den Aufbau neuer Angebote zur Stärkung des umweltfreundlichen Nahverkehrs. Der ZVSN will die Kampagne weiter bewerben und hofft auf viele zusätzliche Fahrgäste.

Fahrpläne mit allen Abfahrtsorten und –zeiten sowie weitere Infos unter: vsninfo.de

Auch in Kassel wird auch eine Umstrukturierung des Öffentlichen Nahverkehrs gefordert. Hier geht es allerdings um das Preisniveau.

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