Um Bäume kümmern

Versteigerung auf Wochenmarkt: Obstbäume in Uslar stehen zum Verkauf

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Gabriele Grützner vor einem Apfelbaum am Parkplatz am Uslarer Amtsweg: Den Baum (Apfelsorte: Bossmann) kann man ersteigern.

Uslar. Zwei, drei Euro für einen Herbst voller Äpfel – Flatrates gibt es nicht nur für Handys oder Serien, sondern dieses Jahr auch wieder für die Obstbäume in Uslars Kernstadt.

„Das hat seit einigen Jahren Tradition und die führen wir fort“, sagt Gabriele Grützner von der Stadt Uslar. Für einen kleinen Obolus können die Uslarer am Freitag, 24. August, ab 10 Uhr vor dem Brunnen in der Langen Straße einen Obstbaum kaufen und diesen im Sommer beziehungsweise Herbst ernten. Im kommenden Jahr werden die Bäume dann wieder neu versteigert. „Auf diese Weise kümmern sich Leute um die Bäume und das Obst vergammelt nicht“, erklärt Grützner.

Oft sind es dieselben Leute, die ihre Bäume immer wieder kaufen, erzählt sie weiter. „Viele ältere Einwohner sind schon länger dabei“, so Grützner. Aus dem Obst machen sie oft auch Marmeladen oder Kuchen.

Viele Apfelbäume, ein paar Birnenbäume

In Uslar finden sich überwiegend Apfelbäume, vereinzelt auch Birnen. „Wie viele Bäume wir genau haben, kann ich aber nicht sagen“, so Grützner. Die Obstbäume seien auf der gesamten Feldmark zu finden. „Sie stehen etwa an der Verlängerung des Eichhagens oder in der Nähe der Otto-Brenner-Straße.“

Nicht nur in der Stadt Uslar, sondern auch in einigen Ortsteilen finden Verkäufe von Obstbäumen statt. So auch in Vahle, wie Ortsbeauftragter Marc Baller erzählt. „Wir haben durch das gute Jahr über 50 Bäume zur Verfügung. Die genaue Zahl lässt sich allerdings schwer schätzen“, sagt der 30-Jährige. Rund die Hälfte davon sind Apfelbäume, der Rest besteht unter anderem aus Birnen, Pflaumen und Mirabellen.

Baller überlegt aber, dieses Jahr zusätzlich Baumpatenschaften anzubieten. So soll sichergestellt werden, dass die Bäume auch über einen längeren Zeitraum gepflegt werden. „Das ist aber alles noch offen und in Planung“, so Baller.

Baumpaten in Schlarpe

In Schlarpe gibt es keinen Obstbaumverkauf – dafür aber mehrere Baumpaten, wie Holger Wielert vom Heimatverein erklärt. „Schon vor über 30 Jahren haben wir auf unserer Streuobstwiese Bäume gepflanzt, für die einige Anwohner eine Patenschaft übernommen haben.“

Diese Baumpaten pflegen ihre Pflanzen und ernten sie auch regelmäßig, sagt Wielert weiter. Einige Bäume in Schlarpe hätten noch keine Baumparten. Ob es für diese auch Paten oder einen Obstbaumverkauf gebe, ist offen. „Das müssen wir sehen“, sagt Wielert.

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