Bürgerinitiative Bollertdörfer will an Geschichte erinnern

Uslar: Skulpturen im Rost-Look erinnern an den Bergbau

Erinnerungen an die Bergbau-Geschichte: Der Bergmann mit Lore steht an der Ecke Schlarper Straße/Volperstraße. Die Metallskulptur haben Siegfried Baumer (von links), Christoph le Blond (Firma Spänex) und Norbert Ullrich aufgestellt. Rainer Wohlgemuth fehlte beim
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Erinnerungen an die Bergbau-Geschichte: Der Bergmann mit Lore steht an der Ecke Schlarper Straße/Volperstraße. Die Metallskulptur haben Siegfried Baumer (von links), Christoph le Blond (Firma Spänex) und Norbert Ullrich aufgestellt. Rainer Wohlgemuth fehlte beim

Mit Metallsklupturen im Rost-Look erinnert die Bürgerinitiative Bollertdörfer jetzt in Volpriehausen an die Geschichte des Kali-Bergbaus.

Uslar ‒ Seit 2018 arbeitet die Bürgerinitiative Bollertdörfer aktiv daran, die öffentlichen Grünflächen in den vier Dörfern am Bollert aufzuwerten. Erst wurden Blumen gepflanzt, jetzt erinnert der kulturhistorische Teil des Projekts mit Metallskulpturen an den Kali-Bergbau in Volpriehausen.

Stefanie Möhlenhoff, Vorsitzende der Bürgerinitiative, erinnert sich noch gut an den Rundgang mit Dorfmoderatorin Esther Graepler vor rund zwei Jahren. Die Frage war, wie sich der Ort attraktiver gestalten und so aufwerten lasse. Ein Ergebnis war die Idee zur Aktion „Der Bollert blüht auf“ und mit Metallskulpturen an die Bergbau-Historie des Ortes zu erinnern.

Mittlerweile gibt es an den Straßenrändern im Ort und auf öffentlichen Grünflächen zahlreiche Blumen und Blumenbeete und auch die ersten Skulpturen hängen und stehen an prägnanten Plätzen. Unterstützt wird das Projekt mit Fördergeld des Landschaftsverbandes Südniedersachsen und von der Firma Spänex, die im Uslarer Industriegebiet ansässig ist, aber ursprünglich aus Volpriehausen kommt.

Gegenüber dem Bahnhof an der Ecke Schlarper Straße/Volperstraße ist so ein gut sichtbarer Ort. Auf der öffentlichen Grünfläche hatten Möhlenhoff und ein paar Helfer bereits ein Blumenbeet angelegt, das von einem hilfsbereiten Nachbarn regelmäßig gegossen und gepflegt wird.

Auf beiden Seiten des Beetes stehen jetzt rund zwei Meter lange Betonsockel, auf denen Norbert Ullrich und Siegfried Baumer zusammen mit Christoph le Blond von der Firma Spänex einen Bergmann mit Lore und einen über zwei Meter hohen Förderturm aufgestellt und festgeschraubt haben.

Die Vorlagen für die Skulpturen hat Siegfried Baumer erarbeitet, umgesetzt hat sie Christoph le Blond. Der Produktionsleiter hat die Plasma-Anlage des Unternehmens entsprechend der Vorlagen programmiert und alle Skulpturen aus zwei Millimeter starken Stahlblechplatten ausgeschnitten.

Bergleute am Kali-Bergbaumuseum: Der Rost-Look ist gewollt. So sollen alle Skulpturen im Dorf aussehen.

Mit den zwei neuen Skulpturen ist das Projekt aber noch nicht abgeschlossen. Geplant sind außerdem Skulpturen für den Ortseingang aus Richtung Gierswalde. Der bereits am Pumpenhaus befestigte Bergmann werde erneuert, sagt Stefanie Möhlenhoff. Weil er sich farblich kaum von der Wand absetzt und nur schwer zu erkennen ist, soll er durch einen roten Bergmann ersetzt werden. Auch dabei ist die Firma Spänex behilflich.

Die Unterstützung aus der Bevölkerung allgemein und von Spänex im Besonderen sei groß, ist Möhlenhoff dankbar und freut sich besonders, dass diese oft ganz unkompliziert und spontan geschehe. (Gudrun Porath)

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