Vollsperrung acht Wochen länger

Uslar: Sanierung der Kreisstraße und Radweg-Neubau verzögern sich bis Mitte Juli

Seit dem 1. März voll gesperrt: Die Kreisstraße 449 zwischen Uslar und Wiensen muss eine komplett neue Asphaltdecke erhalten. Parallel wird der Radweg auf 2,50 Meter verbreitert.
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Seit dem 1. März voll gesperrt: Die Kreisstraße 449 zwischen Uslar und Wiensen muss eine komplett neue Asphaltdecke erhalten. Parallel wird der Radweg auf 2,50 Meter verbreitert.

Der angepeilte Freigabetermin für die sanierte Kreisstraße zwischen Uslar und Wiensen ist doch nicht zu halten. Das teilt Dirk Niemeyer als Sprecher des Landkreises Northeim in einer Pressemitteilung mit.

Uslar/Wiensen – Der Kreis ist Auftraggeber für die Baustelle. Zuletzt zeigte sich Niemeyer noch zuversichtlich, dass der vorgesehene Freigabetermin (21. Mai) trotz umfangreicherer Zusatzarbeiten noch zu halten ist. „Die Freigabe verzögert sich“, heißt es jetzt.

Der parallel zur Straße verlaufende Rad- und Fußweg wird auf 2,50 Meter verbreitert und erneuert und auch die Fahrbahn der Kreisstraße 449 soll saniert werden. Gesamtkosten (Stand Ende April): rund 620 000 Euro. Der Kreis geht davon aus („vorbehaltlich weiterer etwaiger unvorhersehbarer Problemstellungen“), dass die Straße zwischen dem 12. und 17. Juli wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Dadurch müssen Verkehrsteilnehmer acht Wochen länger weite Umleitungen in Kauf nehmen. 

„Aufgrund der vorgefundenen Standsicherheitsprobleme an der Böschung und der stark geschädigten Fahrbahnsubstanz lässt sich die Bauzeitverlängerung leider nicht vermeiden“, schreibt Niemeyer. Die Böschung am Radweg bestehe aus instabilen und erosionsgefährdeten Böden und sei dadurch in weiten Teilen ohne zusätzliche technische Maßnahmen nicht standsicher, heißt es weiter.

Baustelle zwischen Uslar und Wiensen: Ausmaß sei vor einigen Wochen noch nicht zu erkennen gewesen

Das Ausmaß sei vor einigen Wochen noch nicht zu erkennen gewesen. Zur Böschungssicherung waren ursprünglich ein- und in Teilabschnitten auch zweilagige Gabionen vorgesehen gewesen, die die angeschnittene Böschung stützen sollten. Jetzt sei klar, dass zwei- bis dreilagige Gabionen nötig sind, die zudem schwerer und kompakter sind, damit die Böschung hält. Gabionen sind in Drahtkäfigen aufgeschichtete Steine.

Im Bereich der Böschung unterhalb der Wohnsiedlung Tappenberg sei die Situation besonders „herausfordernd“. Die instabile Böschung ist während der Bauarbeiten mit Planen abgedeckt.

Dort sei zudem die Standsicherheit von zwei Kanalisationen für Schmutz- und Regenwasser nicht gewährleistet gewesen. Deshalb musste ein Kontrollschacht, der bisher offenbar nicht ausreichend gegründet war, mit Beton unterfüttert und seitlich stabilisiert werden.

Strecke ist seit Monaten voll gesperrt: „Trotz der Widrigkeiten gehen die Arbeiten zwar langsamer, aber dennoch souverän und versiert voran“

„Trotz der Widrigkeiten gehen die Arbeiten zwar langsamer, aber dennoch souverän und versiert voran“, schreibt der Kreissprecher. 

Für die anstehende Sanierung der Fahrbahn werde von der Baufirma Eurovia (Osterode) ein neues Verfahren eingesetzt. Dadurch soll die am stärksten befahrenen Kreisstraße des Landkreises Northeim deutlich länger halten. Eingesetzt hat der Kreis dieses Verfahren vergangenes Jahr bereits zwischen Edemissen und Odagsen. 

Zum Verfahren: Die Mischgüter werden zur Steigerung der Einbauqualität mit speziellen Lastwagen angeliefert, die über eine horizontale Abschiebetechnik in der Transportmulde verfügen. Der Asphalt werde damit scheibchenweise in den Straßenfertiger geschoben, sodass ein sehr homogenes Mischgut verarbeitet wird.

Die restlichen Asphaltierungsarbeiten auf der Kreisstraße zwischen der Einmündung am Eichholz und der Siedlung Unterhütte soll später bei halbseitiger Sperrung des Baubereichs erfolgen, weil die Straße der einzige Zuweg zu der Wohnsiedlung ist.

Wegen der Fahrbahnerhöhung durch die Sanierung müssen abschließend die Schutzplanken und auch die etwa 300 Meter lange „Amphibien-Leiteinrichtung“ noch erneuert werden. (Jürgen Dumniz)

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