Preisträger mit 39 anderen Kommunen

Uslar gewinnt Bundeswettbewerb mit dem Projekt blühende Fachwerkstadt

Der Bauerngarten  in Uslar ist ein Projekt von mehreren, mit denen sich Uslar als blühende Fachwerksstadt bewarb und 25 000 Euro als Prämie bekommt. Das Bild entstand am 23. April und zeigt den Garten hinter der Stadtmauer, um den sich der ökologische Arbeitskreis der evangelischen Kirche vorbildhaft kümmert.
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Der Bauerngarten ist ein Projekt von mehreren, mit denen sich Uslar als blühende Fachwerksstadt bewarb und 25 000 Euro als Prämie bekommt. Das Bild entstand am 23. April. Auf dem rechten Bild sind Wirtschaftsförderin Stefanie Möhlenhoff und Bürgermeister Torsten Bauer zu sehen sowie im Hintergrund Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die eine Videobotschaft schickte.

Die Stadt Uslar zählt zu den Gewinnern des Bundeswettbewerbs „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ und ist mit ihrer Projektidee „Uslar – die blühende Fachwerkstadt“ mit 39 anderen Kommunen prämiert worden.

Uslar - Die offizielle Siegerehrung war ursprünglich in Berlin vorgesehen, ist aber wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Dafür fand im kleinen Kreis in Uslar in der Rathaushalle die Übergabe der Auszeichnungsurkunde statt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze gratulierte per Videobotschaft.Der Wettbewerb wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ organisiert und durch das Bundesamt für Naturschutz mit Geld vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Uslar bekommt wie jede der 40 Siegerstädte eine Prämie von 25 000 Euro. Bei der Feierstunde mit Vertretern der Stadtratsfraktionen, der Ortsteile und der Stadtverwaltung – wegen Corona war die Teilnehmerzahl bewusst gering gehalten – freute sich als erster Uslars Bürgermeister Torsten Bauer: Der Erfolg zeige, dass Uslar auch in dieser Richtung gut aufgestellt ist und einen wertvollen Beitrag leiste. Zudem erfreue es ihn, dass mit der Prämie keine Co-Finanzierung erforderlich sei. Die Bewerbung war auf Initiative von Wirtschaftsförderin Stefanie Möhlenhoff zustande gekommen. Sie freute sich über den Erfolg. Immerhin hatten sich 332 Kommunen beworben. Nun sei zwei Jahre Zeit, die Ideen umzusetzen.

Dazu werde auch eine Kommission Uslar besuchen. Sie erläuterte zu den Zielen des Projekts, dass Uslar viele Ansatzpunkte biete für biologische Vielfalt und Insektenschutz und rief dazu auf, gemeinsamen vorzugehen. Die Stadt Uslar gliedert ihr Projekt der blühenden Fachwerkstadt in sechs Teilprojekte: .  Die Modellregion Artenvielfalt, die mit der Uni Göttingen aufgebaut wird, . mehrere Streuobstwiesen-Projekte,

den Bauerngarten des ökologischen Arbeitskreises in Uslar,

„Blühstreifen statt Grünstreifen“, für das ab Herbst 2021 Geld für Blumenzwiebeln unter der Bedingung bereitsteht, dass sie durch ehrenamtlichen Einsatz gepflanzt werden,l

 „Bienenhighways an Radwegen“ und

 „lebendige Friedhöfe“ – Nistkastenbau mit Uslarer Schulen.

Für jedes Teilprojekt sind umfangreiche Maßnahmen zur Förderung der lokalen biologischen Vielfalt vorgesehen: Pflanzungen, die auf die jeweiligen Projektflächen abgestimmt sind und in Kombination mit Nisthilfen bestehende Lebensräume aufwerten und neue Lebensräume schaffen.

Außerdem steht in der Kurzbeschreibung zum Uslarer Projekt, dass sich die Bürger im Bauerngarten zum Thema „Schöpfung erfahren – Schöpfung bewahren“ informieren können und jungen Eltern das Pflanzen eines Obstbaums auf den Streuobstwiesen zur Geburt eines Kindes angeboten wird. Uslarer Friedhöfe bieten Nisthilfen und Rückzugsorte für Menschen und Tiere, während die Bienenhighways an Radwegen mit ihren Blühstreifen auch die Biotopvernetzung fördern.

 Die Wirtschaftsförderin sagte, dass sie im Rahmen des Projektes am liebsten noch in diesem Herbst Blumenzwiebeln unter die Erde bringen würde. Allerdings sind dafür sogenannte Umsetzungsvereinbarungen mit den Verantwortlichen vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ erforderlich, die in der Kürze nicht zu schaffen seien, hieß es aus Berlin. Und ohne diese Vereinbarung dürfe vor Ort nichts geschehen, das gefährde die Finanzierung. fsd

Wirtschaftsförderin Stefanie Möhlenhoff und Bürgermeister Torsten Bauer bei der Urkundenübergabe vom Bundeswettbewerb „Naturstadt - Kommunen schaffen Vielfalt“, im Hintergrund ist Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu sehen, die eine Videobotschaft schickte.

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