Uslarer Feuerwehr funkt digital: Fahrzeuge werden zurzeit umgerüstet

Digital: So sehen die neuen Funkgeräte an Bord der Feuerwehrfahrzeuge im Uslarer Land künftig aus. Fotos: Schneider 

Uslar. Im Feuerwehrhaus Uslar wird seit Anfang der Woche kräftig geschraubt. An allen Fahrzeugen der Feuerwehren aus dem Uslarer Stadtgebiet.

Als erstes war die Drehleiter an der Reihe: Sie ist jetzt mit Digitalfunk ausgestattet. Zweieinhalb Wochen wird insgesamt umgerüstet. Dann funken alle Uslarer Feuerwehrfahrzeuge digital.

Die Feuerwehren der Stadt Uslar sind in der Angelegenheit Vorreiter als diejenigen im Landkreis, die als erste komplett umrüsten. Für diesen Weg hat sich die Feuerwehr aber erst entschieden, nachdem sie sich bei Wehren erkundigt hat, die bereits umgerüstet haben.

Feuerwehr hilft beim Ausbau

Sie rüsten um: Mitarbeiter einer Spezialfirma aus der Nähe Magdeburgs bauen bei der Uslarer Feuerwehr den Digitalfunk ein, im Bild Michel Mützel (links) und Chef Carsten Ihle im Einsatzleitwagen.

Alternative wäre gewesen, den Digitalfunk parallel zum Analog-Funk einzubauen. Doch dann hätten alle Fahrzeuge zweimal angefasst werden müssen, erklärt Uslars Stadtbrandmeister Jörg Jacob die Entscheidung zum Komplettumrüsten und erntet Zustimmung von Bürgermeister Torsten Bauer. Der hebt einmal mehr das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren hervor. Diesmal bringt sich die Feuerwehr ein, indem sie die Altgeräte am Abend vor dem Einbau des Digitalfunks ausbaut. „Die Kosten werden erheblich reduziert“, berichtet Bürgermeister Bauer, und der Stadtbrandmeister konkretisiert das mit 3000 bis 4000 Euro.

Die Kosten für die Geräte und das Zubehör liegen laut Stadtbrandmeister bei 40 000 Euro, die Einbaukosten bei 28 400 Euro. Beim Einbau beteiligt sich der Landkreis und übernimmt die Hälfte der Kosten. Alles andere zahlt die Stadt Uslar selbst.

Feuerwehrchef Jacob spricht von einer definitiven Verbesserung durch den Digitalfunk. Vor allem die Verständlichkeit sei besser. Und: Die Vorgänger-Geräte sind zudem in die Jahre gekommen. Sie waren Baujahr 1976.

Danach ist Handfunk dran

Zum weiteren Vorgehen: Nach dem Umbau der Fahrzeuge werden ab nächstes Jahr dann alle Handfunkgeräte nach und nach ausgetauscht. Das sind immerhin 100 Stück. Die Sprechfunker werden entsprechend geschult. Die erste Grundschulung hat bereits stattgefunden und wird fortgeführt. In der Fachsprache nennt sich das Endanwender-Schulung.

Das Umrüsten hat eine Firma aus Magdeburg übernommen, die sich zu den Marktführern im Bereich digitale Technik zählt. (fsd)

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