Uslarer Feuerwehr geht neue Wege in  Ausbildung mit Übergangsgruppe

Die Übergangsgruppe der Uslarer Feuerwehren: Um Rechtsgrundlagen ging es beim zweiten Unterrichtsabend der neuen Gruppe, in der die Ausbildung mehr vereinheitlicht und verbessert werden soll. Foto: Schneider

Uslar. Die Uslarer Stadtfeuerwehr gilt schon länger als innovativ. Sie ist ihrer Zeit voraus, heißt das übersetzt. Beispiel: Sie hat im Stadtgebiet ein Löschzug-System entwickelt.

Danach rücken je nach Art des Einsatzes bestimmte Löschzüge aus, die sich aus verschiedenen Feuerwehren zusammensetzen und spezialisiert sind. Das zweite Beispiel ist neu: Es gibt jetzt eine so genannte Übergangsgruppe.

Vereinfacht dargestellt: Mehrere Ausbilder bieten einmal im Monat zusätzlichen zentralen Unterricht an. Die Feuerwehr verfolgt damit das Ziel, den Übergang von der Jugendfeuerwehr oder ganz allgemein in den Feuerwehrdienst einfacher zu gestalten, zu vereinheitlichen und zu verbessern.

Auch diesmal hat die Feuerwehr wohl gut vorausgedacht und liegt mit ihrem Angebot auf der Höhe der Zeit: Beim zweiten Treffen in dieser Woche saßen schon 20 junge Feuerwehrleute im Unterricht im Feuerwehrhaus in Uslar.

Zielgruppe: 16- bis 22-Jährige

Zielgruppe der jüngsten „Erfindung“ der Uslarer Feuerwehr sind die 16 bis 22-jährigen Nachwuchsfeuerwehrleute. Mit der Übergangsgruppe soll ihnen der vielzitierte Sprung ins kalte Wasser erspart bleiben. Und Quereinsteigern soll das Mitmachen erleichtert werden. Letztendlich lernen sich die Teilnehmer aus den Ortsfeuerwehren besser kennen und nehmen die Erkenntnisse mit in ihre Wehren.

Die Idee für die Übergangsgruppe hat sich Uslars Stadtfeuerwehr irgendwo in Hessen abgeguckt. Seit anderthalb Jahren wurde die Idee dann entwickelt.

Jetzt kommt die Probe aufs Exempel, stimmt die Ausbilder aber bisher optimistisch. Ihr Ziel ist es, durch die Übergangsgruppe die Ausbildung so breit wie möglich aufzustellen und auch einmal besondere Wünsche zu erfüllen wie zum Beispiel die Vorstellung der Drehleiter im Unterricht. Das stehe während der normalen Ausbildung in einer Ortsfeuerwehr nicht auf dem Dienstplan.

Das Ausbilderteam nennt einen weiteren Vorteil: Man sei beim Unterricht für die Übergangsgruppe insgesamt flexibler und grundsätzlich immer für Vorschläge aller Art offen.

Das Ausbilderteam

Zum Ausbilderteam gehören Stadtjugendfeuerwehrwart Benjamin Steinmann (Schönhagen), sein Stellvertreter Jan Renneberg (Uslar), der stellvertretende Stadtbrandmeister Martin Dreier (Volpriehausen), die Kreisausbilder Michael Ahrend (Offensen), Michael Kuttig (Uslar) und Axel Rode (Schlarpe), der stellvertretende Volpriehäuser Ortsbrandmeister Markus Groß, Schönhagens Ortsbrandmeister Nils Utermöhle, der Jugendfeuerwehrwart im Brandschutzabschnitt West, Nico Michalak (Sohlingen), der Offenser Gruppenführer Fabian Konrad und Frank Schönbach (Bodenfelde) vom DRK. (fsd)

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