Planspiel bei der Firma Terex

Uslarer Gymnasiasten übten eine Woche freie Wirtschaft

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DietmarWagener

Uslar. Wenn es nach der Huskys AG ginge, dann würde in Zukunft der Kühlschrank selbst das Einräumen und Schneiden der Lebensmittel übernehmen. Beim Planspiel Management Information Game übten 16 Schülerinnen und Schüler des Gymnasium Uslar eine Woche lang bei der Terex MHPS GmbH im Industriegebiet (frühere Demag), wie es ist, eine Firma zu leiten.

Angebot der Wirtschaft

Das vom Bildungswerk der niedersächsischen Wirtschaft gGmbH und der Stiftung Niedersachsenmetall sowie der Agentur für Arbeit geförderte Planspiel findet in Uslar seit dem Jahr 2004 in den Räumen der Terex GmbH statt. Die Schule müsse dafür viel Werbung machen, so Schulleiter Dietmar Wagener bei der Präsentation der Ergebnisse vor rund 50 Gästen und Familienangehörigen.

Denn es sei nicht selbstverständlich, dass die Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 und 11 sich darauf einließen, eine Woche lang von morgens bis abends das Klassenzimmer mit dem Arbeitsplatz im Unternehmen zu tauschen und anschließend auch noch den regulären Unterrichtsstoff nachzuholen.

Wagener bedankte sich bei den Unternehmensvertretern, die über die Woche mit den Schülern gearbeitet hatten, sowie bei Isabel Pfeiffer als Terex-Personalleiterin für die Betreuung.

drei schülerfirmen

In diesem Jahr waren die Schüler mit den drei Firmen Huskys AG, „FreshtecS“ und „FreeZovation“ angetreten, den Kühlschrank neu zu erfinden und ihr Unternehmen am Leben zu halten. Die rein männliche Huskys AG stellte den Kühlschrank „Alaska“ vor, der das Eingekaufte mittels künstlicher Hand und eingebauter Hebebühnen selbst einsortiert und bei Bedarf sogar schneidet. So minimiere der Kühlschrank sogar das Verletzungsrisiko.

Mit dem Slogan „Keep it fresh“ warb die FreshtecS-Mannschaft für ihren Kühlschrank „Fridgemaster“. Dessen Käufer soll der Lotuseffekt, eine Reinigung auf Knopfdruck und ein integrierter Bildschirm überzeugen.

FreeZovation setzte auf die Kühl-Gefrierkombination „FreezTech“ mit Getränkespender und einem individuelles Baukastensystem, mit der jeder Käufer die Innenausstattung frei gestalten kann.

Apps und Bildschirme

Für alle vorgestellten Kühlschränke sahen ihre Erfinder Apps für das Smartphone oder integrierte Bildschirme vor, die wahlweise das Lebensmittelmanagement übernehmen, Kamerabilder aus dem Kühlschrank auswerten und die Einkaufsliste bestücken, zum Beispiel nur mit gesunden Lebensmitteln. Auch Werbung über Partnerschaften mit bekannten Unternehmen, in sozialen Netzwerken und über Blogger und andere Persönlichkeiten, die Käufer beeinflussen könnten, hatten alle drei Schüler-Unternehmen auf dem Plan.

Zwei Sieger

Am Ende wurde der Sieg denkbar knapp entschieden und FreeZovation und FreshtecS konnten die Präsentation punktgleich vor der Husky AG für sich entscheiden. Doch eigentlich seien alle Sieger, davon ist Bettina Blecher von der Stiftung Niedersachsenmetall überzeugt. Wer die Schüler zu Beginn der Woche müde in die Firma kommen sah und ihre Entwicklung bis zu diesem Abend, an dem alle im dunklen Anzug antraten, erlebt habe, sehe das. (zyp)Foto: nh

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