Konsequenzen aus der Innenstadt-Diskussion

Uslarer Kaufleute ziehen sich aus der Politik zurück

Uslar. Die Wirtschaftsvereinigung Region Uslar legt sich mächtig ins Zeug, was ihre Beiträge zum Weihnachtsmarkt in Uslar und für das Vorweihnachtsgeschäft angeht. Gleichzeitig rechnet die Kaufmannschaft mit der Uslarer Politik ab, aus der sie sich nach den jüngsten hinausgeschobenen Entscheidungen über die Innenstadt zurückgezogen hat.

Matthias Riemer, Vorsitzender der Region Uslar, formuliert es so: Zwei Jahre habe die Region Uslar aktiv auf politischer Ebene mitgearbeitet. Doch die Politik habe die Vorschläge letztendlich als zu kurz gedacht beurteilt.

Die Wirtschaftsvereinigung sieht ihr Engagement daher als gescheitert an und vertritt die Auffassung, dass in Sachen Innenstadt die Politik selbst am Zuge sei. Ohne die Region Uslar. Die mache nun das, wofür sie keine Zustimmung der Politik benötige: sich um Kaufkraft und Frequenz in Uslar zu kümmern.

Erste Maßnahme ist der Herbstzauber am Donnerstag, 23. Oktober. Für den Abendeinkauf zeichnet sich eine Rekordbeteiligung von 25 Teilnehmern ab. Zahlreiche Sonderaktionen sind vorgesehen. Auch Geschäfte, die nicht zur Wirtschaftsvereinigung gehören, können sich beteiligen. Ansprechpartner ist Sven Herwig.

Viele Sponsoren gefunden

Als zweite große Maßnahme bringt sich die Region Uslar ins Weihnachtsgeschäft und den städtischen Weihnachtsmarkt mit Aktionstagen ein. Es sind ganz gezielte Höhepunkte, freut sich Matthias Riemer über das Programm, für das sich jede Menge Sponsoren gefunden haben. Geboten werden unter anderem Eisstockschießen in der Innenstadt, eine Eis-Bar in der Fußgängerzone, eine Riesen-Bastelaktion für Kinder an einer 50-Meter-Tafel, eine Christmas-Party, einen Foto-Aktion mit einer begehbaren Riesen-Weihnachtskugel und eine Autoverlosung.

Während des Rückzugs aus der Politik hatte die Kaufmannschaft bewusst Stellungnahmen in der Öffentlichkeit vermieden. Das sei ein sensibles Thema, weil es oft in den Geschäftsbereich einzelner eindringe, sagte Vorsitzender Riemer zur späten Kritik.

Die Neuausrichtung sei auch in der Mitgliederversammlung manifestiert worden. Die Arbeit in den städtischen Gremien ist nach Ansicht der Kampfmannschaft umsonst gewesen, als sie nach Ablehnung der Vorschläge aus dem Arbeitskreis Innenstadt gesagt bekommen habe, sie solle doch zunächst einmal ihre Hausaufgaben machen.

Die Region Uslar kümmere sich jetzt gezielt um sich selbst. Auf der politischen Schiene werde sie nicht mehr aktiv, sagte Vorsitzender Riemer, nur noch, wenn sie gefragt werde. (fsd)

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