Ortsrat

Uslarer Lavesplatz soll ins Straßenregister

Erneut Thema im Uslarer Ortsrat: Ortsratsmitglied Bernd Franke wünscht sich, dass die vier Häuser mit abgeflachter Ecke (Bild) im Kreuzungsbereich Kurze Straße/Brau- und Mühlenstraße künftig mit der Adresse „Lavesplatz“ im Straßenregister verzeichnet werden sollen. Der Ortsrat will vorher die betroffenen Anl ieger fragen. Foto: JÜRGEN DUMNITZ

Uslar – Bernd Franke (Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) hat im Uslarer Ortsrat gefordert, den Lavesplatz in Uslar mehr zur Geltung kommen zu lassen. So heißt der Platz der Kreuzung Kurze Straße/Braustraße/Mühlenstraße.

Franke vertrat während der jüngsten Sitzung des Ortrates die Meinung, dass jetzt eine gute Gelegenheit sei, Ratsbeschlüsse zum „Lavesplatz“ umzusetzen. Auf seine Initiative hin war der Kreuzungsbereich vor Jahren in Lavesplatz benannt worden.

Dabei ging es darum, den aus Uslar stammenden königlichen Oberhofbaumeister Georg Ludwig Friedrich Laves (geboren am 17. Dezember 1788 in Uslar; gestorben am 30. April 1864 in Hannover) zu würdigen. Die vier Häuser im Kreuzungsbereich mit den abgeflachten Hausecken sollten nach Ansicht von Franke jetzt auch ihre Adressen und Hausnummern entsprechend ändern.

Die Änderung müsste dann auch im Straßenregister geändert werden. Das frühere Sporthaus Meyer, das ehemalige Café Lücke, das Gebäude des früheren Innenstadtgeschäfts Eisenvogel-Gebäude und das Haus mit dem Brillengeschäft und der Zahnarztpraxis sollten künftig ganz offizielle die Bezeichnung „Lavesplatz“ erhalten.

Weil sich in mehreren Häusern gerade etwas tue, sei das jetzt eine gute Gelegenheit, meint Franke. Heinrich Sielhorst (CDU) sagte, dass der Aufwand bisher zu hoch erschien und deshalb in der Angelegenheit nichts gemacht worden sei. Die Anwohner seien bisher auch nicht gefragt worden, hieß es auf Nachfrage im Ortsrat. Das müsse man aber auf alle Fälle nachholen, forderten Ortsbürgermeister Arno Riedke (SPD) und die Ortsratsmitglieder Wolfgang Jörn (CDU) und Hanna Antoniades (SPD).

Wenn die betroffenen Anwohner mitziehen würden, wäre das noch besser, hieß es. Einmütig stimmte der Ortsrat dafür, dass die bereits beschlossenen Änderungen zum „Lavesplatz“ bei Zustimmung der Hausbesitzer umgesetzt werden sollen. Wenn dies jedoch keiner wolle, solle eben alles so bleiben.

Abschließend gab es Kritik an der Informationspolitik von Uslars Bürgermeister Torsten Bauer und der Stadtverwaltung. Man habe aus der HNA erfahren, dass Studenten die Stadt zu Studienzwecken unter die Lupe genommen hätten. Der Ortsrat sei im Vorfeld nicht informiert worden, wäre dies aber gerne, hieß es einmütig. Das sei „schlechter Stil“, sagte Hanna Antoniades.

Der Ortsrat erwarte Informationen über das Projekt der Studenten, die Vorschläge für die Neugestaltung von fünf Freiflächen in der Uslarer Innenstadt erarbeitet haben.  jde

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