Uslarer liegen gut im Rennen beim Wettbewerb "Sag´ Ja zur Feuerwehr"

Typisierungsaktion: Über 800 Personen folgten vor vier Jahren dem Aufruf der Feuerwehr zu der Aktion, die dem Schüler Timon das Leben rettete. Im Bild Anästhesieschwester Marie Lütkenhaus (rechts) und Ina Friedrich aus Uslar. Archivfoto: Schmidt-Hagemeyer

Uslar. Die Uslarer Feuerwehr liegt einmal mehr gut im Rennen. Diesmal geht es aber nicht um ihre Einsatzkraft im Retten, Löschen, Bergen und Schützen, sondern um eine weitere positive Eigenschaft, die starke Gemeinschaft.

Die hatte die Feuerwehr bei der Typisierungsaktion 2011 für den damals an Leukämie erkrankten Schüler Timon unter Beweis gestellt.

Mit diesem Fall ist sie nun bei der Kampagne „Sag Ja zur Feuerwehr“ des Landes Niedersachsen dabei. Zig Feuerwehren hatten sich für den Wettbewerb „Retter gesucht. Erzähl’ uns deine Geschichte“ mit verschiedensten Beiträgen beworben, berichtet Stadtbrandmeister Jörg Jacob.

Die Uslarer Feuerwehr hat es unter die letzten 15 geschafft. Bis zum 16. März wird nun per Abstimmung im Internet die beste Geschichte auserkoren. Und die Uslarer machen sich Hoffnungen, mit ihrer vorn dabei zu sein, schildert der Stadtbrandmeister. Immerhin werden unter den ersten fünf Geldpreise im Gesamtwert von 7500 Euro verteilt.

Die Idee, sich mit dem Engagement der Feuerwehr für Timon zu beteiligen, stammt von Steffi Werner aus Allershausen, die als Sanitätshelferin aktiv ist und damals auch dabei war. Stadtbrandmeister Jacob gab die Zustimmung der Feuerwehr, die Familie von Timon war ebenfalls einverstanden. Wenig später war die Geschichte mit auserwählt und für den Wettbewerb auch videomäßig dargestellt.

Damals stieß die Aktion für Timon auf enorme Resonanz. Die Feuerwehr organisierte mit dem DRK eine Typisierungsaktion mit über 800 Teilnehmern. Mit Erfolg: Es wurden Stammzellenspender gefunden. Vor allem aber konnte Timon geholfen werden. Er bekam eine Stammzellenspende, wurde wieder gesund und konnte bald wieder zur Jugendfeuerwehr gehen.

Große Solidarität

Steffi Werner (44) erinnert im Videobeitrag mit dem Satz „Ich hab’ die Solidarität in dieser Stadt selten so erlebt“ an die erfolgreiche Aktion der Feuerwehr. Auch Timon kommt in dem Beitrag zu Wort und würdigt das Engagement, das ihm das Leben gerettet hat.

Mit dem Beitrag aus Uslar soll letztendlich deutlich werden, dass der Zusammenhalt in der Feuerwehr über den Dienst hinaus unter Beweis gestellt wird, die Gemeinschaft und die vielzitierte Kameradschaft zum Ausdruck kommen, sagt Stadtbrandmeister Jacob.

Stefanie Werner war es wichtig, allen Beteiligten die Anerkennung auszudrücken, indem die Aktion an dem Wettbewerb teilnimmt. Und der Stadtbrandmeister fügt hinzu, dass jeder diese Anerkennung zum Ausdruck bringe, in dem er für die Feuerwehr Uslar abstimmt. Gemeint ist übrigens die Stadtfeuer mit allen Ortswehren Uslars.

Bis zum 16. März kann man im Internet abstimmen.

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