Uslarer Tafel wechselt in die ehemalige Krankenhausküche

Neuer Standort: Die Uslarer Tafel hat sich in der früheren Krankenhausküche in Uslar eingerichtet, im Bild die ehrenamtlichen Helfer (von links) Roswitha Hesse, Sigrid Netzeband, Monika Preußner und Werner Müller. Foto: Schneider

Uslar. Die Uslarer Tafel ist umgezogen. Das neue Domizil ist die ehemalige Küche im ehemaligen Uslarer Krankenhaus. Erster Ausgabetag ist am heutigen Freitag von 13 bis 15 Uhr.

Bei den Verantwortlichen vom Vorstand des Vereins Uslarer Tafel ist die Freude groß über die neue Unterkunft. Sie biete gegenüber den bisherigen Räumlichkeiten in einem Teilbereich des ehemaligen Ilse-Werks III an der Wiesenstraße vor allem mehr Platz und mehr Komfort. So kann die Tafel unter anderem auf Kühlräume zurückgreifen.

Wie Reinhard Preußner und Gerry Eger berichten, stammt die Idee mit der ehemaligen Krankenhausküche aus den Reihen des Vorstands. Die Verhandlungen mit der Stadtsparkasse Grebenstein, die nach der Insolvenz des Krankenhauses für die Gebäudeverwaltung zuständig ist, waren schließlich erfolgreich. Nach Abschluss eines Mietvertrags startete die Tafel mit ihren ehrenamtlichen Helfern innerhalb der vergangenen zwei Tage den Umzug.

Neues Konzept der Ausgabe

Am neuen Standort ändert sich auch das Konzept bei der Ausgabe der Lebensmittel an Bedürftige: Sie melden sich an und werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern zu den Warenregalen gebracht und bekommen dort die Lebensmittel. In den Räumlichkeiten stehen unter anderem Kühltheke, Gemüse- und Obst-Regale sowie Brot-Regal zur Verfügung. „Es ist alles großzügiger und geräumiger“, freut sich Gerry Eger und spricht von einer angenehmen Atmosphäre.

Die Uslarer Tafel hat neben dem ehrenamtlichen Einsatz auch Geld investiert – in Kühlanlagen, berichtet Reinhard Preußner. Und: Für die Kunden gibt es einen Warteraum, für die Mitarbeiter eine Teeküche und allgemein viel mehr Platz, um die aussortierten Waren, die in den Supermärkten der Region nicht mehr verkauft werden, zu sortieren und für die Weitergabe vorzubereiten.

Weg vom Präsentierteller

Der neue Standort hat noch einen anderen Effekt: „Wir wollten weg vom Präsentierteller“, sagt Gerry Eger über die Lage des bisherigen Domizils an der vielbefahrenen Wiesenstraße. Die Uslarer Tafel in der ehemaligen Krankenhausküche ist über den Amtsweg von hinten zu erreichen. Der Standort ist nicht einsehbar, dennoch liegt er zentral. Der Weg führt an der Amtsscheune vorbei hinten rechts in die frühere Küche und wird noch ausgeschildert.

Anfang Dezember plant der Trägerverein einen Tag der offenen Tür im neuen Domizil, bei dem sich Sponsoren und Förderer, aber auch die Bevölkerung ein Bild machen können. Ein Jahr nach der Wiedereröffnung wolle sich der Verein zeigen. Immerhin ist in dieser Zeit ein neues Kühlfahrzeug angeschafft und der Umzug in neue Räume vonstatten gegangen. Der Vorstand spricht von einer Erfolgsgeschichte.

Zu den wichtigen Stützen zählt das Landhotel Am Rothenberg aus Volpriehausen mit seinem Suppenverkauf auf dem Uslarer Landmarkt zugunsten der Tafel. Er pausiert in den Herbstferien, findet aber am heutigen Freitag nochmal statt. Der Stand ist gleichzeitig Anlaufstelle für Informationen über die Arbeit des Vereins. (fsd)

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