Mehrmonatige Verzögerungen

Uslarer Wiesenstraße bleibt noch länger eine Baustelle

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Noch mindestens neun Monate lang Baustelle. Die Bauarbeiten an der Wiesenstraße in Uslar haben sich verzögert. Der Landkreis kann die vorgesehenen Termine nicht einhalten. Unser Bild entstand am neuen Kreisel Mühlenstraße. Foto: Dumnitz

Uslar. Die Bauzeit für die Erneuerung der Wiesenstraße verlängert sich bis Ende dieses Jahres. Das teilt der Landkreis Northeim als Bauträger in einer Pressemitteilung mit.

Ursprünglich war vorgesehen, die gesamte Wiesenstraße innerhalb eines Jahres vollständig auszubauen, sodass das Bauende für April 2018 anvisiert war. Dieser Zeitplan kann nicht eingehalten werden, heißt es vom Kreis.

Nach der Fertigstellung des neuen Kreisels Wiesenstraße/Mühlenstraße Anfang Dezember wurde der Straßenausbau zwischen der Hagebau-Einfahrt und dem Dänischen Bettenlager fortgesetzt.

In diesem Abschnitt finden laut Kreis neben Kanalbauarbeiten zur Herstellung einer neuen Regenwasserleitung mit Anbindung von Grundstücksanschlüssen und Anschlussleitungen für die zukünftige Oberflächenentwässerung der Kreisstraße zeitgleich auch Arbeiten zur Ausbildung des Fahrbahnoberbaues statt.

Seit vielen Monaten gesperrt: Diese Überfahrt über einem verrohrten Graben von der Wiesenstraße auf einen Gewerbepark (rechts) muss auch noch erneuert werden. 

Die Errichtung von Bord- und Entwässerungsanlagen und die Vorbereitungsarbeiten für den Einbau der drei verschiedenen Asphaltlagen sollen dem Kanalbau unmittelbar folgen. In dem jetzt abgesperrten Bereich soll demnach noch bis Ende Mai gearbeitet werden. Als wesentliche Gründe für die Verzögerungen nennt der Landkreis als Träger der vielbefahrenen Kreisstraße diese Gründe:

• zusätzliche Verlegung von Leerrohren für diverse Versorgungsleitungen;

• häufige Arbeitsunterbrechungen aufgrund längerer Schlechtwetterperioden und kalter Witterung;

• abfall- und bodenschutzrechtlicher Umgang mit vorgefundenen Schadstoffbelastungen (Altlasten) im Untergrund und im Grundwasser;

• verminderte Leistung zur Errichtung der Regenwasserkanalisation aufgrund der Durchdringung einer Schicht aus großformatigen Buntsandsteinblöcken in der Altfahrbahn mit einer Mächtigkeit bis 2,50 Meter;

• keine kurzfristige Möglichkeit der notwendigen Abschaltung einer in der Wiesenstraße verlegten Mittelspannungsleitung durch überregionale Schäden am Stromnetz, die durch das Sturmtief Friederike verursacht wurden;

• notwendige Baugrundverbesserungsmaßnahmen wegen ungenügender Tragfähigkeit des Untergrundes.

„Alle Verkehrsteilnehmer sowie Privatanlieger, Einrichtungen und Gewerbeunternehmen werden weiterhin um ihr Verständnis gebeten“, heißt es im Schreiben des Kreises.

Es werde versucht, durch Behelfsmaßnahmen die Beeinträchtigung auf ein Minimum zu beschränken. 

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