Verkehrsminister gibt kein Geld für Ausbau der B241 bis Bollensen

Warten auf den Weiterbau: Für den Abschnitt der Bundesstraße 241 bis Bollensen gibt es weiterhin kein Geld. Das Bild zeigt das Ende der Neubaustrecke vor den Toren Volpriehausens. Archivfoto: Schneider

Uslar. Der Weiterbau der Bundesstraße 241 von Volpriehausen bis Uslar ist in die Ferne gerückt.

Für den Teilabschnitt, für den viele Jahre schon Baureife besteht, gibt es kein Geld. So steht es zumindest in einem Schreiben an die Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller (Hameln), in dem Staatssekretär Enak Ferlemann über die Entscheidung aus dem Verkehrsministerium informiert.

Wie die Uslarer SPD berichtet, gab es für den Straßenneubau von Volpriehausen bis Bollensen vom Bundesverkehrsministerium keine Zustimmung. Begründet werde die Entscheidung des zuständigen Ministers Alexander Dobrindt damit, dass seine Finanzmittel nicht ausreichen würden. Stattdessen sollen in Niedersachsen drei andere Straßenbauprojekte realisiert werden: die Anschlussstelle Buxtehude der Autobahn 26, die B-3-Ortsumgehung Hemmingen und die B 213/403 Nordhorn. Vorher stand nur das B-3-Projekt mit der B 241 vorne auf der Vorschlagsliste, wundert sich die SPD über das Auswahlverfahren.

Keine Frage also, dass die SPD Kritik übt und sich fragt, ob die Diskussion über die B 241 nicht buchstäblich in eine Sackgasse führe. Von maßloser Enttäuschung sprach Harald Wokittel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bollert. Die SPD werde aber nicht aufgeben und an der Seite der Bürgeriniative pro B 241 weiter kämpfen.

Dr. Hermann Weinreis, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes, fordert mit Wokittel eine Korrektur der Entscheidung, die in höchstem Maße gegen die Region Uslar gerichtet sei. Er kritisiert zudem, dass die Dauer der festgestellten Planungsreife und der wirtschaftliche Nutzen der B 241 als Lebensnerv nicht berücksichtigt worden seien. Die Interessen der Bürger und Betriebe würden ungerechtfertigt zurückgesetzt, „gerade auch im Blick auf die verkehrliche Bedeutung der B 241 und die Entlastungswirkung“.

Die Bollert-SPD fordert die zusätzliche Aufnahme des Projektes in das aktuelle Fernstraßenbauprogramm des Bundes. Harald Wokittel: „Die Region hat die Fortsetzung des Ausbaus mehr als verdient.“

Der baureife Abschnitt von Volpriehausen bis Bollensen wird mit einem Kostenumfang von 30 Millionen Euro kalkuliert. Die neue Straße verläuft direkt neben der Bahnstrecke. (fsd)

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