Initiative

Die vier Solling-Dörfer am  Bollert werden bunt

Der Bollert blüht auf: In Volpriehausen säumten bereits dieses Jahr bunte Blumen die Straßen – hier mit der Parkanlage am Bergmann im Hintergrund. Nun sollen Blumenzwiebeln in allen Bollertdörfern in die Erde. Archivfoto: Hendrik Schwarz/nh

Volpriehausen – Im kommenden Frühjahr soll es am Bollert noch bunter werden. Die Blumenzwiebelpflanzaktion der Bürgerinitiative Bollertdörfer war im vergangenen Herbst mit fast 9000 Frühjahrsboten in Volpriehausen so erfolgreich, dass nun für alle vier Bollertdörfer Pflanzaktionen geplant sind.

Fast 15000 Blumenzwiebeln sollen am 6. und 8. November ins öffentliche Grün gepflanzt werden. Die Aktion „Der Bollert blüht auf“ verfolge zwei Ziele, sagt Stefanie Möhlenhoff von der Bürgerinitiative. Das Wohnumfeld soll erstens attraktiver und zweitens ökologischer gestaltet werden.

Das bisher eher unattraktive Grün entlang der Straßen solle zumindest punktuell in knallbunte Blühflächen verwandelt werden, heißt es. Die Farbenpracht in Volpriehausen im Frühjahr 2019 habe die Anwohner begeistert.

Grundsätzlich ließen immer mehr Städte und Gemeinden Blumenzwiebeln pflanzen, um viel Farbe für eine kleine Investition im öffentlichen Raum zu bekommen, so die Überlegung der Bürgerinitiative. Studien würden den positiven Einfluss von qualitativ hochwertigem öffentlichem Grün auf Bewohner, deren psychische Gesundheit und sogar auf die Immobilienpreise belegen.

Zweites Ziel der Aktion ist die ökologische Gestaltung des Wohnumfeldes. „Mit der großen Vielzahl an bienenfreundlichen Zwiebelblumen können wir dem Bienensterben einfach und unkompliziert entgegenwirken.“ Durch Verwilderung würden die Zwiebeln jahrelang blühen. Darüber hinaus trügen Blumenzwiebeln zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bei. Da bestimmte Arten bereits im zeitigen Frühjahr blühen, seien sie als Nahrungsquelle für Bienen sehr geeignet. Blumen, die spät im Frühling oder im Sommer blühen, seien eine Nahrungsquelle für Schmetterlinge.

Zu den Frühlingsboten, die dieses Mal in die Erde sollen, zählen: Traubenhyazinthe, lilafarbene Krokusse, nektarspendende Wildtulpen in Rosa und Rot, gelbe Narzissen und eine Mischung aus weißen Tulpen und blauen Traubenhyazinthen. Für die Pflanztage sucht die Bürgerinitiative Bollerdörfer Helfer und ruft Interessierte auf, mit Spaten zu erscheinen. Treffpunkte und Arbeitszeit werden noch bekannt gegeben.

Als Ergänzung zur Blühaktion sind weitere Aktionen geplant. In Schlarpe, Gierswalde und Delliehausen soll es Kunstaktionen der Rehbachschule mit Holzkünstler Manfred Kraus-Schelle (Fredelsloh) geben, bei denen Schwalbennester beziehungsweise ein Großexponat aus Holz entstehen sollen.

Für Volpriehausen ist ein Großexponat aus Metall zum Thema Kalibergbau in Zusammenarbeit mit Detlev Herbst und Siegfried Baumer geplant, außerdem ein Bergmann in Lebensgröße von Holzkünstler Uwe Dickewied (Bollensen).  zsh

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