Solling-Skywalker legten 159 Kilometer in 48 Stunden zurück

Vier Uslarer Wanderer tourten von Willingen zum Edersee und zurück

An der Modellbahn: Steffen Utermöhle (von links) , Georg Gomolka, Thomas Fritsch und Daniel Utermöhle vor dem Start über eine 159 Kilometer lange Wanderung zum Edersee und zurück. Foto: Privat/nh

Schönhagen. 3700 Höhenmeter hatten vier Skywalker aus dem Uslarer Land bei einer Extrem-Wanderung zu bewältigen. Dafür hatte das Quartett zwei Tage lang Zeit. Drei Kamen ins Ziel. 

Georg Gomolka, Thomas Fritsch sowie Steffen und Daniel Utermöhle waren mit von der Partie – mit weiteren 115 Extrem-Wanderern auf der Strecke. Nach dem Start in Willingen ging es über die Wanderwege Uplandsteig, Kellerwaldsteig, Urwaldsteig Edersee, Lichtenfelser Panoramaweg und Sauerland-Höhenflug einmal um den Edersee und wieder zurück nach Willingen.

Neben den kräftezehrenden Auf- und Abstiegen mussten sich die Männer gleich zu Beginn mit zwei kräftigen Gewittern arrangieren: Starkregen und Hagel sorgten für nasse Bekleidung und Zwangspausen, was bei vielen Teilnehmern an der Moral nagte, heißt es in einer Pressemitteilung von Daniel Utermöhle. Durch nasse Schuhe gab es Blasen an den Füßen – deshalb kamen nur 55 von den gestarteten 119 Wanderern ins Ziel.

Ins Ziel kamen Steffen und Daniel Utermöhle (Schönhagen) sowie Georg Gomolka (Uslar). Thomas Fritsch musste wegen einer Verletzung, die er sich in der Vorbereitung zugezogen hat, nach 57 Kilometern aussteigen.

Die Etappen waren zwischen elf und 22 Kilometer lang. Zwischendurch gab es Gelegenheit, sich zu verpflegen und Ruhepausen einzulegen. Bei Kilometer 80, 128 und 142 standen Feldbetten für die erschöpften Teilnehmer bereit.

Unterschiedliches Training

Vorbereitet haben sich die vier Skywalker unterschiedlich. Neben dem Training im Solling nahmen Thomas Fritsch und Georg Gomolka mit weiteren Skywalkern am Fichtelbergmarsch über 67 Kilometer teil. Daniel und Steffen Utermöhle sowie Thomas Fritsch waren beim Bödefelder Hollenmarsch über 101 Kilometer dabei.

Schon mehrfach haben die Männer Märsche über 100 Kilometer geschafft. Die waren aber fast immer im eher flachen Gelände. Die 159 Kilometer-Distanz mit einem so starken Höhenprofil setzt andere Maßstäbe, heißt es von Utermöhle. 100 Kilometer seien nach etwa 18 Stunden geschafft. Jetzt sei das Ende an der Stelle aber noch lange nicht in Sicht gewesen. „Weitere 80 Kilometer vor der Brust muss man mental erst einmal verarbeiten“, so Steffen Utermöhle weiter. Und Schmerzen mussten ausgeblendet werden, sonst bleibe man zwangsläufig stehen und gebe auf. Gegenseitige Motivation im Team sind das A und O und neben guten Schuhen ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg.

Während Thomas Fritsch bei einer Neuauflage noch einmal angreifen will, steht für die anderen drei fest: nicht noch einmal diese Distanz. Der Veranstalter müsse jedoch bei der Streckenbeschilderung nachbessern.

Im August wollen Daniel Utermöhle und Thomas Fritsch beim Dodentocht (Totenkopfmarsch) in Belgien mitwandern und außerdem stehen für die Solling-Skywalker regionale Volksläufe und Wanderungen auf dem Plan. (jde)

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