Kritik aus der Bürgerschaft

Radweg wird ausgebaut: Engstelle an der Ahlebrücke in Uslar bleibt aber

Bleibt weiterhin Engstelle: Der Radweg auf der auf der Ahlebrücke an der Unterhütte in Uslar. Herbert Reschke aus Wiensen übt Kritik und hat auf dieser Fotomontage den Fall skizziert und den seiner Ansicht nach möglichen verbreiterten Verlauf, wenn man die Fahrbahnbreite der viel befahrenen Kreisstraße von acht Meter auf etwa sieben Meter reduzieren würde.
+
Bleibt weiterhin Engstelle: Der Radweg auf der auf der Ahlebrücke an der Unterhütte in Uslar. Herbert Reschke aus Wiensen übt Kritik und hat auf dieser Fotomontage den Fall skizziert und den seiner Ansicht nach möglichen verbreiterten Verlauf, wenn man die Fahrbahnbreite der viel befahrenen Kreisstraße von acht Meter auf etwa sieben Meter reduzieren würde.

Die Baustelle an der Unterhütte in Uslar erregt erneut die Gemüter.

Uslar – Nachdem es zunächst Probleme mit der Akzeptanz der Umleitung nach der Vollsperrung der Kreisstraße zwischen Uslar und Wiensen seit Anfang März gab und vor wenigen Wochen eine zweimonatige Bauverlängerung angekündigt wurde, ist es jetzt ein vermeintlicher Baufehler.

Vor dem Hintergrund von vermehrt geforderten sicheren Radwegen sei es verwunderlich, dass Radfahrer vom für etliche Zehntausend Euro auf 2,50 Meter verbreiterten Radweg zwischen den beiden Orten auf ein nur ein Meter breites Stück auf der Ahlebrücke an der Unterhütte geleitet werden. Quasi vom Highway auf eine Engstelle.

Darüber wundert sich der Wienser Herbert Reschke, der lange Jahre als Polizist arbeitete, Mitglied der Uslarer Verkehrswacht ist und gern mit dem Rad unterwegs ist. „Das Fahrrad erlangt eine zunehmende Bedeutung und alle sehen es als wichtige kommunale Aufgabe und wollen den Ausbau von Radwegen aus ökologischen und gesundheitlichen Gründen unterstützen“, schreibt Reschke.

Er wundere sich über die Schmalstelle und fragt, ob die Baumaßnahme den verantwortlichen Politikern überhaupt bewusst sei und ob denn keiner merke, was für ein „Schwachsinn“ an der Ahlebrücke im Zuge der Erneuerung des Radweges zwischen Uslar und Wiensen geschieht?

Obwohl im Brückenbereich gerade umfangreiche Sanierungsarbeiten stattfinden und die Fahrbahnbreite der Kreisstraße an der Stelle über acht Meter betrage, scheine es nicht möglich, den nur knapp einen Meter breiten Fuß- und Radweg im Brückenbereich auf die laut Straßenverkehrsordnung erforderlichen 2,50 Meter Breite umzubauen.

Ziehe man vom bestehenden Fuß- und Radweg die vorgeschriebenen Sicherheitsräume von 50 Zentimeter zur Fahrbahn und weitere 25 Zentimeter zum Geländer ab, dann verblieben zur Benutzung nur noch etwa 30 Zentimeter, rechnet Herbert Reschke vor.

Jeder Radfahrer und auch Fußgänger etwa mit Rollator oder Kinderwagen hätten sich in der Vergangenheit bestimmt schon oft genug über die Engstelle im Brückenbereich geärgert, heißt es weiter.

Reschke fordert deshalb ein rasches Handeln, bevor die Baustelle abgeschlossen ist und der Missstand für weitere Jahrzehnte bestehen bleibt und für Kopfschütteln sorgt. Er wolle zumindest nicht erst meckern, wenn die Baumaßnahmen beendet sind, schreibt Reschke weiter.

Für den Landkreis Northeim nimmt Sprecher Dirk Niemeyer dazu Stellung: Der grundhafte Ausbau des Radweges erfolge ausschließlich zwischen der Einmündung Waldwinkel und dem Ortseingang Wiensen, sei wegen der Schäden nötig geworden und auch die Verbreiterung auf 2,50 Meter sei im Vorfeld priorisiert und planungsrechtlich abgesichert worden.

Zwischen der Einmündung am Eichholz und dem Waldwinkel sei indes kein Radwegausbau mit Querschnittsverbreiterung vorgesehen. Dort erfolge nach Angaben von Dirk Niemeyer lediglich eine Instandsetzungsmaßnahme. Es werden Oberflächenschäden in der Fahrbahn beseitigt und die Haltestelle Unterhütte in Richtung Wiensen im Auftrag des Zweckverbandes Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) erneuert.

„Die Fahrbahn- und Brückengeometrie bleibt allerdings unverändert“, schreibt Niemeyer. Diese zu ändern, wäre unter Beachtung der statischen Möglichkeiten nur mit hohem Aufwand am vorhandenen Brückenüberbau möglich. Zudem müsste dafür auch noch ein gesondertes Planfeststellungsverfahrens erfolgen. Und das gebe es nicht und deshalb bleibt der Zustand an der Brücke für Radfahrer und Fußgänger so wie er jetzt ist. Jürgen Dumnitz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.