Knotenpunkt Alleestraße/Wiesenstraße

Vorschlag: Neuer Kreisel für Uslar wird versetzt

Uslar/Northeim. Für den Knotenpunkt Wiesenstraße/Alleestraße in Uslar zeichnet sich eine Lösung ab: Es bleibt bei einem Kreisel, der allerdings versetzt wird – ein Stück weit in die Alleestraße in Richtung Ortsausgang.

Diesen Beschlussvorschlag macht die Northeimer Kreisverwaltung für den Kreisbauausschuss (Ausschuss für Bau, Umwelt und Regionalplanung), der am Donnerstag, 16. August, ab 16 Uhr in Uslar im Forum des Gymnasiums tagt. Stimmt der Ausschuss zu, geht das Bauprojekt in den Kreisausschuss am 3. September und abschließend am 7. September zur endgültigen Entscheidung in den Kreistag. Der Landkreis ist für das Projekt zuständig, weil es zur Erneuerung der Wiesenstraße, der Kreisstraße 449, gehört.

Wie die Kreisverwaltung in ihrer Beratungsvorlage für den Bauausschuss darstellt, ist der Knotenpunkt nochmals überplant worden und sieht jetzt einen verschobenen Mini-Kreisverkehrsplatz vor, den Stadt Uslar, Polizei und Untere Verkehrsbehörde in einer Besprechung befürwortet haben. „Die Wünsche der Stadt Uslar nach einer Kreisverkehrsplatzlösung und einer beidseitigen Befahrbarkeit der Sohnreystraße können damit umgesetzt werden“, heißt es.

Zudem steht in der Vorlage, dass der Mini-Kreisverkehrsplatz eine technisch gute Lösung sei, „die zu einer Optimierung der Verkehrsbeziehung und einer nachhaltigen Verbesserung des Hochwasserschutzes führen“ werde.

Für den neuen Kreisel, der, wenn man aus der Wiesenstraße auf die Alleestraße zufährt, nach rechts verschoben wird, ist allerdings ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Grund ist, dass für den verschobenen Kreisel das Eckgrundstück Wiesenstraße/Alleestraße vollständig erworben werden müsse. Die Eigentümerin habe ihre Verkaufsbereitschaft signalisiert, heißt es.

Die Kosten für den neuen Kreisel werden laut Landkreis auf 3,7 Millionen Euro geschätzt. Erwartet wird ein 65-Prozent-Zuschuss, sodass der Landkreis mit einem Eigenanteil von 1,295 Mio. Euro rechnet. Als Termin für den Bau des neuen Kreisels werden die Jahre 2020/2021 genannt. Bis dahin würden sich die Baukosten voraussichtlich noch um fünf bis zehn Prozent erhöhen.

Die Stadt Uslar hat eine Kostenbeteiligung zugesagt. Darüber würden aber noch gesonderte Gespräche geführt und eine Vereinbarung geschlossen. Berücksichtigung findet beim neuen Kreisel auch die Hochwasserproblematik mit dem Martinsbach, der unter dem Knotenpunkt hindurchfließt. Aufatmen dürften angesichts der neuen Planungen, die wohlbemerkt noch beschlossen werden müssen, die Anlieger der Sohnreystraße, die beidseitig befahrbar bleiben und keine Einbahnstraße werden soll.

Ursprünglich war direkt an dem Knotenpunkt ein Kreisel geplant, der aber wegen des Anstiegs zur Sohnreystraße und wegen des schwierigen Untergrunds vom Landkreis als Bauher nicht mehr gewollt war. (fsd)

Rubriklistenbild: © Frank Schneider

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