Corona-Auflagen

Bürgermeisterwahl in Uslar zum Teil im Einbahnverkehr

Das Feuerwehrhaus in Kammerborn ist Wahllokal für die Bürgermeisterwahl für Uslar und die Ortsratswahl in Kammerborn. Zu sehen sind ein Wähler und die Wahlhelfer.
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Zwei Stimmzettel, zwei Wahlurnen: Wie Friedrich Wemmel (links) konnten in Kammerborn insgesamt 201 Wahlberechtigte über einen Bürgermeister für Uslar und die Neubesetzung des Ortsrates abstimmen. Die Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses wurde als Wahlraum umfunktioniert. Mit im Bild (hinten von links) die Wahlhelfer Sandra Tiede, Lennart Müller, Alwin Tietze und Martin Adolph.

Die Bürgermeisterwahl in Uslar am 25. Oktober ist mit ihren fünf Kandidaten nicht nur enorm spannend, sie steht zudem ganz im Zeichen der Coronavirus-Pandemie und den Hygieneauflagen.

Uslar - So dürfen nie mehr als zwei Wähler auf einmal ein Wahllokal betreten, müssen Mund-Nase-Schutz tragen und Abstand halten. Das gilt auch im Kammerborner Wahlraum. Da durften die 201 Wahlberechtigten zusätzlich einen neuen Ortsrat wählen.

Wir haben uns in mehreren Wahllokalen umgeschaut und ein wenig die Stimmung eingefangen. Demnach ging überall zivilisiert zu, die Wähler hielten sich an die Regeln, auf die auch die Wahlhelfer achteten. Die hatten diesmal Zusatzaufgaben zu erledigen wie das Desinfizieren der Kugelschreiber.

9 Uhr, Uslar: Kandidat Stephan Kaiser und und sein Mann Chris gehen zur Wahl. In der Awo-Kindertagesstätte gibt es eine gute Lösung: Man geht durch den Haupteingang rein, wählt und verlässt das Gebäude nach hinten heraus: Wählen im Einbahnverkehr.

9.25 Uhr: In Dinkelhausen haben im Dorfgemeinschaftshaus bisher schon über 20 Wahlberechtige ihr Kreuz gemacht: Das sind mehrr als sonst, heißt es aus dem Kreis der Wahlhelfer. Astrik Augustin, einer von ihnen, sitzt an der Wahlurne – mit Mund-Nasen-Schutz und Einweg-Handschuhen. Er achtet nicht nur darauf, dass die Wahlzettel richtig gefaltet eingeworfen werden. Er sammelt auch die ausgeliehenen Kugelschreiber ein und desinfiziert sie für den nächsten Einsatz.

10 Uhr in Uslar, Wahllokal Albert-Schweitzer-Schule: Kandidat Volker Fuchs geht mit Frau Dorthe und Tochter Kira-Marleen zur Wahl. Dort hat es bis dahin noch keinerlei Probleme gegeben. Immerhin haben schon 48 Wähler ihre Stimmen abgegeben, mehr als sonst, heißt es aus dem Wahlvorstand.

11 Uhr, Bollensen, Albert-Wegener-Gemeinschaftshaus: Amtsinhaber Torsten Bauer kommt mit Frau Dinah Stollwerck-Bauer und den Töchtern Laetitia und Chirara zum Wählen. Die Stimmung ist locker im Bollenser Wahllokal. Dort haben um diese Zeit schon 84 Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben, das ist viel mehr als sonst, erklärt Ortsbürgermeister Stefan Riehm aus dem Kreis der Wahlhelfer.

11 Uhr, Mehrzweckhalle in Schönhagen: Kandidat Sven Borchert (SPD) kommt mit Frau Michaela und den 16-jährigen Zwillingen und damit Erstwählerinnen Maya und Lea zum Wählen. Maya und ihr Vater sind ebenso wie später Lea und Ehefrau mit eigenen Kugelschreibern ausgestattet. In wenigen Minuten sind die Kreuze gemacht.

12 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus Wiensen: Über einen Eingang an der Rückseite der Halle betritt Kandidat Sebastian Pfeiffer mit Ehefrau Sandra nach dem Desinfizieren der Hände den Raum. Beide tragen Masken, nehmen ihre Stimmzettel, machen in separaten Stehboxen Kreuze, werfen die geknickten Zettel in die Urne ein und gehen am Seitenausgang raus.

16 Uhr, Bürgerbüro Stadtverwaltung Uslar: Bisher verläuft die Bürgermeisterwahl vollkommen problemlos, freut sich der stellvertretende Gemeindewahlleiter Andreas Meisel. Die Wahlbeteiligung ist um 17 Uhr auf knapp 64 Prozent gestiegen. Meisel schickt schon im voraus ein dickes Lob an die fleißigen Wahlhelfer, die unter erschwerten Bedingungen agieren müssen.

Meisel rechnet damit - wenn nichts dazwischen kommt - dass die Ergebnisse nach gut einer Stunde nach Schließung der Wahllokale vorliegen.

Wichtige Aufgabe: Wahlhelfer Astrik Augustin aus Dinkelhausen war mit Mund-Nase-Schutz und Einmalhandschuhen ausgestattet. Er desinfizierte benutzte Kugelschreiber.

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