Stadtwerke-Chef Martin Adolph informierte Ratsmitglieder

Wassermangel am Mühlrad

Wurde am 11. November eingebaut: Das Wasserrad am Mühlengraben neben dem alten Rathaus. Zwischendurch lief es bereits rund, jetzt fehlt wegen einem Defekt an der Zuleitung Wasser. Archivfoto: Schneider

Uslar. Für rund 70.000 Euro hat die Stadtwerke Uslar GmbH vergangenen November ein Wasserrad zwischen dem alten Rathaus und dem Gebäude bauen lassen, in dem die Stadtbücherei untergebracht ist.

Dazu kommen noch Kosten für die Einhausung, also die Umbauung mit einem Glaskomplex, damit man das sich drehende Wasserrad sehen kann. Die Anlage bereitet jedoch Probleme.

Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Adolph gab es Anfangsschwierigkeiten mit dem technischen Bauwerk. Diese baulichen Schwierigkeiten seien zwischenzeitlich zwar alle behoben und das Rad habe sich auch schon gedreht, nun fehlt wegen eines Defekts an der Zuleitung vom Mühlengraben jedoch Wasser, um das Rad anzutreiben. Über den misslichen Zustand informierte der Stadtwerke-Chef die Mitglieder des Uslarer Stadtrates in der jüngsten öffentlichen Sitzung vor zehn Zuhörern im Rathaus.

Das etwa zwei Tonnen schwere Rad, das per Schwerlastkran am 11. November in eine vorher errichtete Betonkonstruktion mit Lager eingepasst wurde, sei bereits erfolgreich getestet worden, sagte Adolph. Es sei rund gelaufen und alles habe prima funktioniert.

Jetzt arbeite man an der Behebung des Defekt an der Zuleitung, die zum größten Teil unterirdisch verläuft. Er sei zuversichtlich, dass die Mühle am rauschenden Bach bald „klappert“ oder besser gesagt rund laufe. Die Stadtwerke wollen das Wasserrad wohl auch noch öffentlich einweihen, hieß es.

Umgesetzt worden ist das Mühlrad-Thema nach fast zehn Jahren Diskussion, Planung, Klärung der Zuständigkeit und einem langwierigen wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren mit Beteiligung des Denkmalschutzes.

Hintergrund ist, dass etwa an der Stelle früher eine Mühle stand, an der sich ein Mühlrad drehte. Mit dem neuen Mühlrad solle dieser Teil der Uslarer Geschichte wieder sichtbar werden. Sichtbar im doppelten Sinn, weil der Bereich des Wasserrades auch wegen Lärmschutz mit einer Glaskonstruktion versehen worden ist.

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