Göttinger Förderkreis eröffnet erstes Planetarium der Region auf Gut Steimke

Welt der Sterne über Uslar

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Freude nach langer Standortsuche: Dr. Thomas Langbein (links) – hier unter anderem mit Steimke-Hausherrin Corrie Schöning, erklärte den Gästen der Eröffnung, wie das Planetarium nach Uslar gekommen ist.

Uslar. Ausdauer wird belohnt: Dies gilt zumindest für den Förderkreis Planetarium Göttingen, der nach langer Suche auf der Steimke in Uslar einen Platz für den Kuppelbau gefunden hat. Am Samstag wurde die Eröffnung des ersten Planetariums in der Region gefeiert.

„Heute ist ein glücklicher Tag“, sagte Dr. Thomas Langbein vom Göttinger Förderkreis, der unter anderem seit Jahren mit der Vortragsreihe „Faszinierendes Weltall“ zahlreiche Zuhörer erreicht. Im Gegensatz zu klassischen Vorträgen im Hörsaal biete ein modernes Planetarium den Besuchern die Möglichkeit einzutauchen, erlaube ein emotionales Erlebnis, sagte Langbein. Darum sei ein Planetarium immer Ziel des Förderkreises gewesen.

Künstlicher Himmel

Für eine 14-tägige Aktion im Göttinger Kaufpark wurde im Jahr 2008 dann tatsächlich eine Kuppel mit sechs Meter Durchmesser gebaut. In ihr finden 30 Personen Platz und können unabhängig von Wetter, Tages- oder Jahreszeit einen künstlichen Sternenhimmel sehen, der mit einer 360-Grad-Projektion auf der Innenseite der Kuppel dargestellt wird.

Nach der Aktion im Jahr 2008 habe man gehofft, dass Planetarium bald wieder aufstellen zu können, berichtete Langbein. Doch die Suche nach einem geeigneten Standort endete erst vor zwei Jahren, als der neue Besitzer der Uslarer Steimke seine Steinscheune für diesen Zweck anbot.

Blick in den Himmel: In einer 30-minütigen Vorführung sahen Gäste der Eröffnung unter der Kuppel des Planetariums den Sternenhimmel über Uslar.

Es sei eine große Ehre, „das einzige Planetarium in Südniedersachsen hier auf der Steimke beheimaten zu dürfen“, sagte Hausherr Robert Schöning. Er hoffe sehr, dass das Engagement des Förderkreises nicht unerhört bleibe, sondern Gäste aus der ganzen Region locke. In seinem Grußwort betonte auch Uslars Bürgermeister Torsten Bauer seine Freude über das für die Region einmalige Projekt.

In mehreren Vorführungen wurde zunächst geladenen Gästen und dann der breiten Öffentlichkeit das Planetarium in Betrieb gezeigt. Zu bestaunen war der Sternenhimmel, wie er tatsächlich bei guter Sicht nachts über der Steimke zu sehen wäre. Statt eines Raumschiffs zoomte der Projektor die Zuschauer ins All, um zum Beispiel einmal den Saturn aus der Nähe zu betrachten. Gezeigt wurden während der beeindruckenden Schau auch Bilder, die das Weltraumteleskop Hubble aufgenommen hat.

Für die Zukunft plant der Förderkreis ungefähr einmal monatlich öffentliche Vorführungen. Präsentationen für Schulklassen sind möglich, aber auch ganz andere Veranstaltungen wie Konzerte und Lesungen. So hat Familie Schöning zum Beispiel bereits eine Krimi-Lesung veranstaltet.

Kontakt: vorstand@planetarium-goettingen.de

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