Völlig neues Verfahren

Neustart für Planung des zweiten Windrads auf dem Lichtenberg

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Beschäftigt Befürworter und Gegner: Das Windrad am Klingenhövel auf dem Lichtenberg zwischen Verliehausen (vorn im Bild), Ahlbershausen und Arenborn. Entgegen ersten Planungen wird jetzt eine zweite Anlage nahe bei Arenborn geplant.

Uslar. Das Thema Windrad beschäftigte am Dienstag während der öffentlichen Sitzung des Wirtschafts- und Entwicklungsausschusses im alten Rathaus nicht nur die Lokalpolitiker. 

Auch Befürworter und Gegner beteiligten sich in Sitzungsunterbrechungen an der Diskussion, die rund 40 Zuhörer verfolgten.

Marc Jakobi

Während die Mehrheit des Ausschusses sich für das „Einvernehmen der Stadt Uslar zum Bau einer Windenergieanlage bei Fürstenhagen“ aussprach, geht es in Bezug auf das zweite geplante Windrad am Lichtenberg zwischen Arenborn, Ahlbershausen und Verliehausen in eine neue Runde. Mitbetreiber Marc Jakobi (Arenborn) sagte während der Sitzung, dass der Standort für ein weiteres Windrad gegenüber der ersten Planung jetzt an einer anderen Stelle auf niedersächsischer Seite jedoch näher zu Arenborn vorgesehen sei. Nähere Angaben wollte er dazu aber nicht machen.

Die Konsequenz: Der Fachausschuss unter dem Vorsitz von Thomas Becker vertagte eine zunächst vorgesehene Abstimmung zur Übernahme von Wege-, Abstands- und Leitungsbaulasten in der Gemarkung Verliehausen, die für den Bau der Windkraftanlage am zuerst vorgesehenen Standort nötig gewesen wäre.

Jetzt beginnt laut Uslars Bürgermeister Torsten Bauer ein völlig neues Verfahren. Jakobi muss dem Landkreis als Genehmigungsbehörde den neuen Standort für das zweite Windrad mitteilen, damit der Kreis das neue Genehmigungsverfahren einleiten kann.

Stellungnahme der Dörfer

In der Folge könnten wieder Bedenken vorgetragen werden, und auch der Ortsrat Verliehausen und die Einwohnerschaft von Ahlbershausen müssten sich erneut mit dem Thema beschäftigen, fasste der Verwaltungschef die neue Situation zusammen.

Von Seiten der Windrad-Gegner sagte Inge Sustrate (Fürstenhagen), dass durch den Betrieb des ersten Windrades am Lichtenberg alle Befürchtungen der Gegner bestätigt worden seien. Eine möglich Beteiligung der Stadtwerke an einem Windrad in der Gemarkung Fürstenhagen bewertete Sustrate als „Ohrfeige“ für die Bürger, die eine solche Anlage ablehnen.

Vor der Abstimmung zum mehrheitlichen Einvernehmen bezüglich des Windrades bei Fürstenhagen (sechs Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen der SPD) wiederholte Hermann Weinreis von den Sozialdemokraten die Forderung, dass die Stadt Vorrangflächen für Windkraftanlagen ausweisen solle. 

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