CDU will Bahnhof Verliehausen wieder öffnen

Uslar. Die CDU-Fraktion im Uslarer Stadtrat will den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) für das Uslarer Land verbessern und prüfen lassen, ob der Bahnhof in Verliehausen wieder als Haltestelle eröffnet werden kann.

Für die christdemokratische Fraktion unter dem Vorsitz von Wilfried Fischer ist das aber noch nicht genug. Nach Meinung der CDU müssten außerdem die Tarife reformiert und die Bahncard auf Kurzstrecken anerkannt werden.

Konkret stellt die CDU zwei Anträge. Im ersten fordert sie, dass Bürgermeister Torsten Bauer mit der Nord-West-Bahn GmbH in Osnabrück und der Landesnahverkehrsgesellschaft in Hannover Verbindung aufnimmt und sich erkundigt, ob die Haltestelle Verliehausen wieder angebunden werden kann. Zur Erklärung: Verliehausen wäre aus Uslarer Sicht der nächstmögliche Haltepunkt an der Bahnstrecke Ottbergen - Göttingen und würde eine weitere Alternative für Pendler bedeuten, die in Göttingen arbeiten: Mit dem Auto nach Verliehausen und von dort mit dem Zug nach Göttingen.

Gelten Bahncard-Tarife?

Zweitens soll der Uslarer Bürgermeister nach dem Willen der CDU-Fraktion prüfen lassen, ob die Tarife der Bahncard auf Kurzstrecken von und nach Uslar, Offensen und Verliehausen anerkannt werden.

Zur Begründung der Anträge schreibt die CDU, dass der Sprecher der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) in Hannover, Stefan Peters, bestätigt habe, dass Bodenfelde künftig statt im Zwei- im Ein-Stundentakt an die Uni-Stadt angebunden werde. Außerdem soll es ab 2015 durchgehende Verbindungen von Paderborn nach Göttingen geben.

Die Bahnstrecke Ottbergen-Göttingen, an der aus dem Uslarer Land zuletzt einzig der Offenser Bahnhof liegt, wird seit dem Fahrplanwechsel Ende 2013 von der Nord-West-Bahn betrieben. Die Nord-West-Bahn GmbH mit Sitz (Osnabrück) ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Osnabrück, der Verkehr- und Wasser-GmbH (Oldenburg) und der Veolia Verkehr GmbH (Berlin), berichten die Christdemokraten: Derzeit bedient das Unternehmen, das im Jahr 2000 seine erste Strecke übernahm, mit 700 Beschäftigten 22 Linien. Sie reichen von der friesischen Küste bis zum Weserbergland und in die Region Rhein-Ruhr.

Alternative zum Auto

Die CDU-Ratsfraktion begrüßt, dass der Stundentakt auf der Strecke nach Göttingen eingerichtet werden soll. Dadurch bestünde eine echte Alternative zum Auto. Die CDU ist der Meinung, dass ein gut verfügbarer ÖPNV eine wichtige Grundlage sei, „um den demografischen Wandel in unserer schwach besiedelten Region zu gestalten.“ (fsd)

Rubriklistenbild: © Symbolbild/dpa

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