Windrad am Lichtenberg: Bürgerinitiative fordert Gutachen

Im Blickpunkt: Das Windrad auf dem Lichtenberg. Dort soll ein zweites gebaut werden. Archivfoto: Dumnitz

Verliehausen/Ahlbershausen/Arenborn. Die Bürgerinitiative Lebenswerte Lichtenbergdörfer setzt sich weiter gegen das zweite Windrad auf dem Lichtenberg im hessisch-niedersächsischen Grenzgebiet zwischen Verliehausen, Ahlbershausen und Arenborn ein.

Dazu wendet sich die Bürgerinitiative ans niedersächsische Umweltministerium und an den Landkreis Northeim als genehmigungspflichtige Behörde.

Sie fordert dabei in erster Linie eine unabhängige schalltechnische Untersuchung. Ihrer Meinung nach – dabei stützen sich die Windrad-Gegner auf ihre Umfrage in allen drei Dörfern zu den Auswirkungen des bestehenden Windrads und auf eine Untersuchung von Diplom-Ingenieur Christian Rohdich aus Ahlbershausen – seien die Prognosen der Hersteller nicht zutreffend.

Die Belastung durch das eine Windrad liege über den Grenzwerten. Das gehe aus der Rohdich-Untersuchung und der Umfrage hervor. So vibriere in Ahlbershausen durch tieffrequenten Schall ein Haus. In Verliehausen will eine Familie, die erst zugezogen war, den Ort wegen der Windrad-Auswirkungen wieder verlassen, berichten Günter Schnitzler, Friedbert Leßner und Heiner Ellermeyer über negative Folgen der Windkraftanlage.

Die Gegner der Windkraftanlage auf dem Lichtenberg fordern das unabhängige Schallgutachten vom Landkreis nicht nur, weil sie das zweite Windrad bei sich verhindern wollen, sondern auch deshalb, weil nach ihren Angaben in Fürstenhagen eine Anlage gleichen Typs in ähnlicher Situation geplant ist. Die Bürgerinitiative schreibt: „Es ist für die betroffenen Anwohner nicht hinnehmbar, dass hier wieder nur nach Aktenlage entschieden werden soll.“

Außerdem erinnert die Initiative daran, dass von den Behörden immer noch nichts wegen der Eisschlagsproblematik getan worden sei. Die zuständigen Behörden hätten eine Fürsorgepflicht und die Bürger vor unzumutbaren Belastungen zu schützen.

Schließlich fordert die Initiative die Behörden auf, Bereitschaft zu zeigen, die Energiewende mit den Bürgern gestalten zu wollen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.