Woche der Verkehrssicherheit in Uslar: 109 Fahrer waren zu schnell

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Messung wird protokolliert: Bei der Verkehrssicherheitswoche der Polizei wurde am Freitag nach Schulschluss die Lautstärke dieses Motorrades eines Jungendlichen gemessen. Die Messungen nahmen Polizisten der Kontrollgruppe Hildesheim vor.

Uslar. Amtliche Dokumente wie Führerschein und Fahrzeugschein nicht im Original dabei zu haben, kostet bei einer Polizeikontrolle zehn Euro. Diese Erfahrung musste am Freitag ein Jugendlicher machen, der mit seinem Motorrad in eine Kontrolle der Polizei in der Woche der Verkehrssicherheit geriet.

Der Jugendliche war einer von etlichen Verkehrsteilnehmern, die verstärkt ins Visier der Polizisten geriet. Von Montag bis Freitag waren die Beamten vom Uslarer Polizeikommissariat in Sachen Verkehrssicherheit unterwegs.

Unterstützt wurden sie von Polizisten aus der Nachbarschaft, von der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Northeim und einer achtköpfigen Kradkontrollgruppe aus Hildesheim.

Zur Bekämpfung der Hauptunfallursachen Geschwindigkeit, Alkohol und Drogen im Straßenverkehr und Nutzung von Handys und Smartphones während der Fahrt gab es verschiedene Kontrollen auf den Straßen im Uslarer Land. Und: Es gab eine Schulwegüberwachung.

Gesuchter festgenommen

So wurden Schul- und Linienbusse gezielt kontrolliert, der gewerbliche Güterverkehr sowie Kleinkrafträder und Motorroller im Bereich der Schulen. Bei den Kontrollmaßnahmen gab es eine Festnahme einer Person, die zur Fahndung ausgeschrieben war. Dabei ging es um eine mögliche Abschiebung.

Zwei Verkehrsteilnehmer mussten sich einem Atem-Alkoholtest unterziehen, weil sie offenbar vor Fahrtantritt Alkohol getrunken hatten.

Bei den Untersuchungen der sechs Busse ging es unter anderem um die Fahrtauglichkeit der Busfahrer. „Erfreulicherweise wurden hierbei nur geringfügige Verstöße festgestellt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Die Überwachung des Schwerlastverkehrs führte zur Ahndung eines Verstoßes gegen die Sozialvorschriften (Lenk- und Ruhezeiten nicht eingehalten), einer mangelhaften Bereifung, zweier Verstöße gegen die Ladungssicherungspflicht und einer Tüv-Termin-Überschreitung.

Bei einem Verkehrsteilnehmer bestand der Verdacht, dass er das Fahrzeug unter der Einwirkung illegaler Drogen gefahren hat. Bei ihm wurde eine Blutprobe angeordnet.

Während der Verkehrssicherheitswoche gab es zudem sowohl stationäre als auch mobile Geschwindigkeitskontrollen. In 109 Fällen hatten die Verkehrsteilnehmer an unterschiedlichen Stellen die jeweils zulässige Geschwindigkeit überschritten.

Überwiegend verkehrssicher

Die kontrollierten Zweiräder (Mofas, Motorroller und Motorräder) waren überwiegend in einem verkehrssicheren Zustand. In einem Fall war die Betriebserlaubnis wegen „erheblicher Geräuschentwicklung“ erloschen, und mehrere Zweiradfahrer führten die erforderlichen Papiere nicht mit sich.

Eine Verkehrssicherheitswoche gibt es einmal pro Jahr in den einzelnen niedersächsischen Polizeistationen. Das Uslarer Polizeikommissariat legt den Termin in Absprache mit den nötigen Fachgruppen als Experten jeweils fest.

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