Wunschbaum-Aktion im Uslarer Land für bedürftige Kinder

Wunschbaum: Werben für die Aktion (von links) Bianca Bruns, Insa Heimsuth, Weihnachtsmarktorganisatorin Jeannette Clément, Thorsten Harenkamp, Matthias Riemer (Region Uslar), Christina Johanning, Diakon Peter Grigoleit, Astrid Lowak und Kirchenkreissozialarbeiterin Melanie Schmidt. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Uslar. Ein Stapel Geschenke unter dem Weihnachtsbaum ist in vielen Familien üblich, aber keine Selbstverständlichkeit.

„Einige Familien wissen nicht, wie sie Weihnachten überstehen sollen, weil es ihnen finanziell unmöglich ist, Wünsche zu erfüllen“, sagt Melanie Schmidt, Kirchenkreissozialarbeiterin beim Diakonischen Werk.

Um auch für Kinder aus sozial benachteiligten Familien einen Weihnachtswunsch wahr werden zu lassen, haben die Evangelische Jugend und das Diakonische Werk vor drei Jahren in Uslar die Idee Wunschbaum entwickelt. Das Ganze funktioniert so: An zwei Weihnachtsbäumen, die in der Touristik-Information und der KSN-Geschäftsstelle in Uslar stehen, hängen Plastikkugeln mit Wunschzetteln von Kindern (bis zwölf Jahre).

Wer einem Mädchen oder Jungen einen Wunsch erfüllen möchte, nimmt eine Kugel vom Baum, füllt einen Teilnehmerschein mit der Kugel-Nummer und seinem Namen aus. Dann gilt es, das Geschenk im Wert von nicht mehr als 15 Euro zu besorgen und einzupacken.

Besonders begehrt seien in diesem Jahr Loom-Bänder, schwangere Barbie-Puppen, Glitzerknete sowie Bagger, Autos und Trecker, wissen die Helfer der Aktion.

Zeit bis 13. Dezember

Aktuell hängen 40 Wunschkugeln an den beiden Bäumen, weitere kommen im Laufe der Woche noch hinzu. Bis zum 13. Dezember haben Wunsch-Erfüller Zeit, ihr Geschenk in der Touristik-Information, der KSN oder beim Diakonischen Werk abzugeben. Um die Vorfreude zu steigern, sollen die Päckchen mit Nummer in einem Schaufenster ausgelegt werden, so dass die Kinder sehen, dass sie nicht leer ausgehen werden.

Dazu wird es in diesem Jahr allerdings ohnehin nicht kommen. Denn die Wirtschaftsinitiative Region Uslar beteiligt sich an der Aktion. „Wir fanden die Idee toll und hoffen durch die Erweiterung mehr Kinder erreichen zu können“, sagt Matthias Riemer als Vorsitzender von Region Uslar.

Sollte sich für einen Teil der Kugeln kein Wunsch-Erfüller finden, wird Region Uslar diese Geschenke besorgen. Schöner seien aber individuelle Geschenke, hieß es am Donnerstag bei der Vorstellung der Aktion. „Im letzten Jahr gab es sehr liebevoll verpackte Geschenke. Es ist schon etwas Besonderes für die Kinder, wenn sie merken, dass sich jemand Mühe gemacht hat“, erinnert sich Christina Johanning.

Abschluss mit Gottesdienst

Noch vor Weihnachten werden die Geschenke an die Kinder verteilt. Alle Beschenkten und Spender sind dann für den vierten Advent ab 18 Uhr zum Jugendgottesdienst in die Johanniskirche, für den Diakon Peter Grigoleit rockige Weihnachtslieder ankündigt, eingeladen.

Unterstützt wird die Wunschkugel-Aktion auch von der evangelischen Jugendhilfe Friedenshort, der Uslarer Tafel und dem Forum Kinderarmut. (shx)

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