Verdacht des illegalen Einschleusens

Zoll ertappt in Uslar Bauarbeiter ohne Arbeitserlaubnis

Uslar. Die Welt zu Gast auf Uslars Baustellen – so schildert der Zoll die Situation auf Baustellen im Uslarer Land. Er hat Bauarbeiter ohne Arbeitserlaubnis ertappt.

Bei einer Kontrolle am Mittwoch wurden fünf ukrainisches Bauarbeiter ertappt, die keine Arbeitserlaubnis hatten. Wie das Hauptzollamt Braunschweig mitteilt, geht es um den Verdacht auf illegales Einschleusen von Ausländern im Landkreis Northeim. Die fünf ukrainischen Bauarbeiter waren mit litauischen Visa für eine estnische Firma unter Leitung eines Russlanddeutschen auf der Baustelle, berichtet der Zoll nach der Kontrolle in Uslar.

Sie waren gerade dabei, ein Einfamilienhaus zu dämmen, als die Zöllner ihrem Auftrag nachgingen, Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung einzudämmen, steht in der Pressemitteilung.

Haftstrafe als mögliche Folge

Sowohl die Ukrainer als auch der Arbeitgeber müssen nun mit Strafverfahren rechnen, an deren Ende eine einjährige Haftstrafe für die Bauarbeiter und eine fünfjährige Haftstrafe für den Arbeitgeber in Estland stehen können, erklärt der Zoll die möglichen Folgen.

Dem Uslarer Bauherren hingegen sind nach bisherigen Erkenntnissen des Zolls die internationalen Verwicklungen nicht bekannt gewesen. Dass internationale Arbeitsteilung vernünftig funktionieren kann, zeigte laut Zollamt eine benachbarte Baustelle: Dort trafen die Zöllner einen afrikanischen Spanier aus Hannover bei der Arbeit an – völlig legal.

Zoll prüft auf Arbeitserlaubnis

„Wir machen bei unseren Kontrollen keine Unterschiede, ob jemand aus Hannover oder der Ukraine kommt - jeder hat sich an Recht und Gesetz zu halten“, kommentiert Pressesprecher Andreas Löhde den Fall. Laut Löhde profitiere so jeder: „Nur bei legalen Arbeitsverhältnissen können vernünftige Arbeitsbedingungen sichergestellt werden; nur aus legalem Einkommen können über die Sozialversicherung die Alten, die Kranken und die Arbeitslosen in unserer Gesellschaft unterstützt werden.“ (fsd)

Rubriklistenbild: © Zoll/nh

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