Für Heimatstube und Archiv

Stadt Uslar sagt als Kulturerbe für Heimatkreis Schlochau zu

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Heimatkreis Schlochau: Zusage als Kulturerbe steht.

Uslar. Die Stadt Uslar wird eines Tages mit der Heimatstube und dem Archiv das Vermächtnis des Heimatkreises Schlochau antreten. Das sagte die Vorsitzende des Heimatkreisausschusses, Marion Kampmann (Neuss), beim zweiten Schlochau-Treffen am Samstag.

Hintergrund ist, dass der Landkreis Northeim und der Heimatkreis Schlochau seit 1954 Partnertreffen veranstalten und seit 15 Jahre eine Partnerschaft und die Stadt Uslar und das polnische Schlochau seit 1999 eine Städtepartnerschaft pflegen. So wurde 2014 zum 15-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft die Heimatstube Schlochau von Northeim ins Uslarer Museum verlegt, ein Jahr später kam auch das Archiv.

Vereinbarung getroffen

Beim Schlochau-Treffen am Samstag schließlich änderten der Landkreis Northeim und der Heimatkreis Schlochau ihre Vereinbarung zum Vereinsmögen: Es fällt im Fall einer Auflösung der Vereinigung der Stadt Uslar zu, die es für die Unterhaltung, den Betrieb und die Erweiterung der Heimatstube und des Archivs Schlochau im Museum und im Stadtarchiv zur Sammlung und Pflege des heimatlichen Kulturguts zu verwenden hat.

Diese Vereinbarung wurde von Landrätin Astrid Klinkert-Kittel und der Heimatkreisausschuss-Vorsitzenden Marion Kampmann unterzeichnet. Heimatstube und Archiv sind in Uslar gut aufgehoben und haben hier eine neue Heimat gefunden, sagte die Landrätin und nannte vor allem den Uslarer Stadtarchivar Dr. Daniel Althaus, der genau der Richtige sei, um sich darum zu kümmern. Sie sprach zudem eine Einladung zum Partnerkreis-Jubiläum im Juni und im August in Schlochau aus.

Vorsitzende Marion Kampmann hatte zur Eröffnung des Schlochau-Treffens die Partnerschaften von Landkreis Northeim und Stadt Uslar begrüßt, insbesondere die Kontakte der Schulen und die Jugendbegegnungen. „Wer, wenn nicht diese junge Generation, könnte besser Brücken bauen zwischen den Völkern, wer könnte unser gemeinsames Kulturerbe des Kreises Schlochau besser in die Zukunft tragen, mit Leben erfüllen und auch die Erinnerung wahren als sie – durch ihre eigenen Erlebnisse, Freundschaften und ihr Interesse!“

Uslars Bürgermeister Bauer freute sich über das bereits zweite Treffen in Uslar und lobte das Engagement des neuen Vorstandsmitglieds Dr. Michael Gläser (Braunschweig) bei der Aufarbeitung der Akten und für die Heimatstube. Bauer sprach auch das Thema an, dass es altersbedingt immer weniger werden bei den Treffen. Das aber sei der natürliche Lauf der Dinge.

Schlochau-Beauftragte

Aus Uslarer Sicht verkündete Justus Pahlow die Bemühungen von ihm und Bernd Reinke als Schlochau-Beauftragte, die Partnerschaft zu vertiefen unter anderem durch regelmäßige Treffen, Besuche, die Dokumentation der Beziehungen und eine verstärkte Berichterstattung in den Medien sowie Aktionen mit der Jugend.

Pahlow überreichte als Geschenk an Marion Kampmann ein Buch über den fünften Uslarer Literaturpreis, während Bürgermeister Bauer für seinen Einsatz einen Zinnsoldaten-Spielmannszug erhielt.

Hintergrund: Der Heimatkreisausschuss Schlochau

Der Heimatkreisausschuss Schlochau ist eine Vereinigung des früheren Kreises Schlochau im heutigen Polen. Der Kreis gehörte von 1938 bis 1945 zur Provinz Pommern und heute zur polnischen Woiwodschaft Pommern. 

Die Veranstaltung in Uslar war das 32. Heimat- und Patenschaftstreffen im Patenkreis Northeim seit 1954. Dem Treffen ging am Freitag die Mitgliederversammlung voraus, bei der die Vorsitzende Marion Kampmann für vier Jahre bestätigt wurde. Sie hatte den Vorsitz 2014 nach dem Tod ihres Vorgängers Werner Panknin (Moringen) angetreten. 

Zum Vorstand gehören außerdem Klaus Dieter Schulz (Issum) als neuer stellvertretender Vorsitzender, der sich um Familienforschung und Sonderaufgaben kümmert und von Karl Friedrich Schwirz (Sprockhövel) unterstützt wird, Schatzmeister Martin Jaster (Brunsbüttel), als neuer Heimatkreisbearbeiter Dr. Michael Gläser (Braunschweig), als Beisitzer Jolante Otte (Northeim) und Margret Jaster (Brunsbüttel), Hartmut Kölling (Northeim) als Beauftragter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Jochen Noormann (Köln) als Beauftragter für Computer, Website und Internet. 

Die Wahl erfolgte als Briefwahl. 88 Wahlbrief gingen ein. Alle Kandidaten erhielten 80 Stimmen oder mehr. 

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