Zweites Mordopfer von Höxter: In Dinkelhausen herrscht Bestürzung

Aufgewachsen: In diesem Holzhaus am Ortsrand von Dinkelhausen lebte Anika W. viele Jahre. Foto: Schneider

Dinkelhausen. Nachdem bekannt geworden ist, dass das zweite Mordopfer von Höxter aus dem Solling kommt, sind einige Kamerateams in dem kleinen Dorf unterwegs.

Nach dem Bekanntwerden, dass eines der bisherigen Todesopfer aus den mutmaßlichen Höxteraner Misshandlungsfällen aus dem Uslarer Ortsteil Dinkelhauen kommt, herrscht in dem sonst ruhigen Dorf ein wenig mehr Betriebsamkeit.

Von Medienrummel kann aber bisher nicht die Rede sein: Mehrere Kamerateams machten Aufnahmen, befragten Anwohner und drehten beispielsweise auch beim Freiluft-Himmelfahrtsgottesdienst an der Kirchenruine im nahe gelegenen Malliehagental.

Bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber, einem Seniorenheim im Uslarer Land, ging die Nachricht, dass es sich bei einem der Opfer um Anika W. handelt, wie eine Schockwelle durchs Haus. Sie hatte dort mehrere Jahre als Hauswirtschafterin gearbeitet. Es herrsche große Betroffenheit, teilte ihr ehemaliger Arbeitgeber mit. Auch dort waren bereits Kamerateams und Medienvertreter unterwegs.

Unterdessen hat die Mutter des Opfers mitgeteilt, dass Anika nicht bis Ende Februar 2014 im Seniorenheim gearbeitet habe. Sie sei schon seit Oktober 2013 in Höxter verheiratet gewesen. Zudem schreibt die Mutter, dass Anikas vorheriger Freund sie nicht verlassen habe. Die Trennung sei auf ihre Veranlassung hin erfolgt.

Im Dorf herrscht unterdessen große Bestürzung über den Fall, der Gesprächsthema Nummer eins ist. Die Menschen in Dinkelhausen sind erschüttert über die Gräueltaten, denen jemand aus ihrem Ort zum Opfer gefallen ist.

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