Bauwerk an der Alleestraße soll nicht verschoben werden

Uslarer Bauausschuss ringt um Reihenfolge im Brückensanierungsprogramm

+
Muss aus Sicht des Uslarer Ortsrates dringend erneuert werden: Diese Brücke an der Alleestraße, die zum ehemaligen Containerplatz (heute Park- und Baustoff-Lagerplatz) sowie zum Rad- und Fußweg auf den alten Bahndamm führt.

Uslar. Der Bauausschuss der Stadt Uslar  empfiehlt, die Sanierung der Brücke hinter dem Viadukt in Uslar an der Alleestraße nicht zu verschieben und folgte damit einem Antrag von Arno Riedke. 

Arno Riedke

Den Vorschlag der Stadtverwaltung, den Neubau der Brücke hinter dem Viadukt um ein Jahr zu verschieben, wollte der Uslarer Ortsbürgermeister Arno Riedke nicht akzeptieren. In der jüngsten öffentlichen Sitzung des Bauausschusses forderte er eine Erneuerung noch in diesem Jahr. Mit einem entsprechenden Antrag kam er sogar durch, weil es zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen bei drei Ja-Stimmen gab.Allerdings war von Mitgliedern des Stadtrates zu hören, dass der Vorschlag aus dem Bauausschuss wohl so nicht mit getragen werde. Der Grund: Der Landkreis Northeim hat als Träger den letzten Bauabschnitt für die Erneuerung der Wiesenstraße im Bereich der Einmündung Alleestraße/Sohnreystraße noch nicht abgeschlossen. Die Verwaltung sieht einen Zusammenhang der Einmündungsgestaltung wegen der Hochwasserproblematik mit dem möglichen Neubau der kleinen Brücke über den Martinsbach an der Alleestraße.

Änderung der Priorität

Deshalb schlug die Verwaltung eine Änderung der Prioritätenliste vor. Statt der Martinsbach-Brücke sollte nun die Rehbach-Brücke am Hirtenstieg in Bollensen als nächstes Brückenbauwerk im Stadtgebiet erneuert werden (siehe Hintergrund).

Laut Uslars Ortsbürgermeister Riedke stoße dieser Vorschlag nicht auf Gegenliebe aus dem Ortsrat der Kernstadt. Dieser fordere ein Festhalten an der Liste ungeachtet der Planungen des Landkreises.

Laut Riedke spielt der Hochwasserschutz im Bereich der Brücke nach dem Viadukt keine große Rolle mehr. Die ehemalige Eisenbahnbrücke mit dem Bach- und Alleestraßen-Durchlass bilde ein Nadelöhr, das bei Starkregen fast regelmäßig zu Überschwemmungen im Bereich der Alleestraße führe.

Die Brücke zum Parkplatz, für die 183 000 Euro im Haushalt der Stadt vorgesehen sind, sei nicht der Grund für Hochwasser und könne daher auch so erneuert werden. Die Verwaltung wollte durch das Verschieben der Erneuerung im Sinne der Wirtschaftlichkeit Synergieeffekte nutzen, hieß es.

Wenn klar sei, wie der Einmündungsbereich Wiesen- /Alleestraße gestaltet wird, könne die Stadt sich um den Brückenbau und gleichzeitig um geeignete Möglichkeiten zum Hochwasserschutz kümmern, stellte sich Bürgermeister Bauer hinter den Vorschlag der Verwaltung. „Wie wir den Vorschlag des Ortsrates umsetzen sollen, weiß ich nicht“, sagte Bauer nach der Abstimmung im Ausschuss.

Riedke führte als Argument für einen zügigen Neubau an, dass sich der Brückenbau sonst womöglich unnötig verteuern würde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.