Fragen und Antworten: Uslarer begutachten den Südniedersachsenplan

M. Wunder-ling-Weilbier

Uslar. Der Südniedersachsenplan war Thema im Uslarer Rathaus. Dort informierte ein Fachmann über die Pläne für den Südzipfel Niedersachsens.

Der Regionalbeauftragte der Landesregierung, Matthias Wunderling-Weilbier, erklärte Bürgermeister Torsten Bauer und den politischen Vertretern aus dem Stadtrat die Hintergründe und Rahmenbedingungen für den Plan.

Was ist eigentlich der Südniedersachsenplan? 

Der Südniedersachsenplan ist ein Projekt, das die SPD während ihres Wahlkampfs zur Landtagswahl 2013 präsentierte. Es geht darum, dass sich die Regionen in Niedersachsen immer schneller auseinanderentwickeln. Die SPD hat erklärt, mit ihrem Südniedersachsenplan gegenzusteuern. Keine Region soll durch sinkende Einwohnerzahlen und Altersanstieg sozial, kulturell und wirtschaftlich ins Abseits geraten.

Was passierte bei der Infoveranstaltung in Uslar? 

Bei der Informationsveranstaltung mit dem Regionalbeauftragten Wunderling-Weilbier, die auf einen Antrag der SPD-Fraktion im Uslarer Stadtrat zurückgeht, wurde das weitere Vorgehen vorgestellt. Grundlage für den Südniedersachsenplan soll zunächst sein, eine regionale Handlungsstrategie zu erstellen und hierin Schwerpunktthemen zu erfassen.

Daran sind unter anderem auch die Städte und Gemeinden beteiligt worden. Aus diesen Schwerpunktthemen sollen Projekte entwickelt werden, „die eine besondere Strahlkraft für eine ganze Region haben“, berichtet Wirtschaftsförderer Sven Borchert aus der Stadtverwaltung. Diese Projekte sollen durch das in Göttingen eingerichtete Südniedersachsenbüro unter der Leitung von Dr. Ulrike Witt genehmigungs- und förderfähig vorbereitet werden.

Was kann man sich als Projekt mit Strahlkraft vorstellen? 

Matthias Wunderling-Weilbier nannte unter anderem die Entwicklung von Maßnahmen gegen den Bevölkerungsverlust mit den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Infrastruktur als eine ganz besondere Herausforderung. Konkrete Projekte mit Strahlkraft wurden nicht genannt. Sie sollen erst regional entwickelt werden, beispielsweise von mehreren Städten und Gemeinden.

Was brennt den Uslarer Verantwortlichen auf den Nägeln? 

In einer Diskussionsrunde mit dem Regionalbeauftragten des Landes, dem Uslarer Bürgermeister und den Vertretern des Rates wurden zwar verschiedene Themen behandelt, im Fokus aber stand ein Projekt, das die Uslar als unabdingbar für die Entwicklung der Region sehen: den Weiterbau der Bundesstraße 241 von Volpriehausen nach Bollensen.

Gibt es schon Zahlen zum Südniedersachsenplan? 

Im Raum stehen 100 Millionen Euro. So viel ist für das Programm festgelegt. Sven Borchert von der Stadtverwaltung Uslar macht dazu aber deutlich, dass die Kommunen bei dem Plan die Hälfte, also 50 Mio. Euro, gegenfinanzieren müssen. (fsd)

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